Wirtschaft
In der Geldpolitik liegt der Hebel für "Master Control & Alarm" bei der Fed: Das zentrale Bedienelement an der Schiffsdieselanlage im Bauch der USS "New Hampshire".
In der Geldpolitik liegt der Hebel für "Master Control & Alarm" bei der Fed: Das zentrale Bedienelement an der Schiffsdieselanlage im Bauch der USS "New Hampshire".(Foto: REUTERS)

Freie Bahn Richtung "Exit"?: Ölpreise knistern im Fed-Feuer

Die Aussicht auf einen vorgezogenen Ausstieg aus der freizügigen Liquiditätspolitik in den USA hält die Notierungen an den Rohstoffmärkten unter Druck. Mit dem Rohöl geben die Preise für Industriemetalle wie Alu, Blei und Nickel zum Teil deutlich nach.

Die Ölpreise bewegen sich am Morgen leicht nach unten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar kostet 108,65 US-Dollar. Das waren zwei Cent weniger als am Vorabend. Der Preis für ein Fass US-Rohöl der marktführenden Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) gibt ebenfalls geringfügig nach und liegt aktuell bei 97,42 Dollar und damit um acht Cent unter dem Vorabendniveau.

Einen starken Belastungsfaktor am Ölmarkt sehen Experten in den anhaltenden Spekulationen um den künftigen geldpolitischen Kurs der USA. Möglicherweise wird die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) bereits in der kommenden Woche damit beginnen, ihre extrem expansive Ausrichtung etwas zurückzunehmen. Auch wenn das noch alles andere als sicher ist, dürfte die Fed die Einigung zwischen Demokraten und Republikanern auf einen Bundeshaushalt zumindest zufrieden zur Kenntnis nehmen.

In der Nacht hatte der Budget-Kompromiss das Repräsentantenhaus passiert. Die Abstimmung im Senat wird in der kommenden Woche erwartet. Die Ungewissheit über den Washingtoner Haushaltskurs galt als ein entscheidender Punkt, den die US-Währungshüter im Herbst zum Anlass genommen hatten, von einem Kurswechsel in Richtung "Exit" zunächst Abstand zu nehmen.

Der leichte Rückgang bei den Ölpreisen ist Bestandteil eines breiten Abwärtstrend am Rohstoffmarkt. Die Argumentationslinien der Rohstoffstrategen lassen sich offenbar ohne Abstriche auf den Handel mit Industriemetallen übertragen.

Die Notierungen für wichtige Ausgangsstoffe wie Aluminium, Blei und Nickel ziehen sich zurück. Eine Tonne des für Autobauer und Flugzeughersteller wichtigen Leichtmetalls Aluminium kostet am Morgen 1791,25 Dollar und damit 1,4 Prozent weniger als zuletzt. Das kompakte und leicht zu verarbeitende Blei - von großer Bedeutung in der Elektrotechnik und beim Strahlenschutz - kostet mit 2129 Dollar je Tonne 0,7 Prozent weniger. Das Legierungs- und Beschichtungsmetall Nickel dagegen notiert bei 14.036 Dollar je Tonne.

Quelle: n-tv.de

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