Wirtschaft
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Nach sechs Tagen wieder Gewinne: Nikkei und Asien-Börsen legen zu

Am japanischen Aktienmarkt kehrt die Kauflaune zurück. Gute Vorgaben und frische Zahlen zur Industrieproduktion sind die Kurstreiber. Auch an den anderen asiatischen Handelsplätzen überwiegt das Positive.

Freundlich haben sich die Börsen in Ostasien am Montag zum Auftakt einer Woche präsentiert, die einiges an wichtigen Konjunkturdaten bereit hält. Der Nikkei-Index beendete eine fünftägige Talfahrt - die längste seit Beginn der sogenannten "Abenomics-Rally" im November 2012 - mit einem Plus von 0,9 Prozent auf 15.296 Punkte. Händler sahen dabei vor allem Schnäppchenjäger am Werk. Nach oben revidierte japanische Industrieproduktionszahlen für Mai taten ihr Übriges.

Die Umsätze seien aber dünn gewesen im Vorfeld der nun richtig Fahrt aufnehmenden Quartalsberichtssaison in den USA, hieß es. Zudem sorgte die noch bis Dienstag laufende Tagung der japanischen Notenbank für etwas Zurückhaltung. Allerdings wird weithin mit einer Beibehaltung des derzeitigen geldpolitischen Kurses gerechnet.

Analysten helfen

 Die Aktien von Softbank verteuerten sich um 2,2 Prozent. Hier stützten von einem Zeitungsbericht befeuerte Spekulationen, dass das Unternehmen kurz vor dem Kauf von T-Mobile US steht. Beide Unternehmen sollen sich grundlegend geeinigt haben, womit der Weg für eine Fusion des viertgrößten Anbieters auf dem US-Mobilfunkmarkt mit dem Rivalen Sprint frei wäre.

Für stärkere Einzelkursbewegungen sorgten Analystenkommentare. Der Kurs des Supermarktbetreibers Maruetsu stieg um 4 Prozent, nachdem Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities die Aktie auf "Outperform" erhöht hatte. Für das Papier des Büroausstatters Askul ging es dagegen um über 3 Prozent abwärts nach einer Abstufung auf "Neutral" durch JP Morgan. Sumitomo Dainippon Pharma stiegen wiederum um über 5 Prozent. Barclays hatte die "Untergewichten"-Empfehlung zugunsten von "Gleichgewichten" fallen gelassen.

Positive Vorgaben helfen

Händler erklärten die in der gesamten Region zulegenden Kurse an den Börsen mit guten Vorgaben der Wall Street angesichts der wieder etwas abgeflauten Sorgen um die Banco Espirito Santo in Portugal. Sie hatten zuletzt Befürchtungen einer wieder aufflammenden Bankenkrise geschürt.

"Der Markt ist launisch", hieß es bei Guotai Asset Management zu den Aufschlägen in Schanghai und Hongkong von bis zu 0,9 Prozent. Die Anleger wögen eine potenzielle Schwäche des Wachstums ab gegen das Versprechen von Ministerpräsident Li Keqiang, die Wirtschaft zu stabilisieren. Gesucht waren Automobilaktien nach der Ankündigung Pekings, den Verkauf energieeffizienter Fahrzeuge fördern zu wollen. Anhui Jianghua Automobile schossen um 10 Prozent nach oben, ebenso Faw Car. Guangzhou Automobile Group kamen um über 8 Prozent voran.

In Hongkong wurden die Kursgewinne angeführt von Aktien aus dem Telekommunikationssegment. Die drei großen Telekomanbieter haben das Gemeinschaftsunternehmen China Communications Facilities Services Corporation Limited gegründet, das sich um den Bau, die Unterhaltung und den Betrieb von Sendemasten kümmern soll. China Unicom, China Mobile und China Telecom legten deutlich zu. Cathay Pacific schlossen gut behauptet. Die Fluglinie hatte zwar über ein starkes Frachtgeschäft im Juni berichtet, dagegen sprach sie im Passagiergeschäft weiter von Druck auf die Margen.

Banken gesucht

In Sydney wartete der Markt gespannt auf das Protokoll der jüngsten Sitzung der australischen Notenbank am Dienstag. Im Vorfeld zeigte sich der Aktienmarkt 0,4 Prozent fester, während der Austral-Dollar mit 0,9396 US-Dollar im Vergleich zu seinem späten Freitagsniveau wieder etwas zulegte. Am Aktienmarkt gewannen Karoon Gas Australia knapp 3 Prozent. Die Aktie wurde mit Hoffnungen auf Aktienrückkäufe seitens des Unternehmens gekauft, nachdem es sein Gasgeschäft an Origin Energy verkauft hatte.

Während Rohstoffwerte in Australien uneinheitlich tendierten, ging es mit den Kursen der vier großen Banken und den Schwergewichten Telstra, Woolworths und Goodman Group um 0,5 bis 1,0 Prozent aufwärts. PanAust gaben um 4,4 Prozent nach. Sie litten unter der Unsicherheit über die Realisierung des Übernahmeangebots von Guangdong Rising Assets Management.

Quelle: n-tv.de

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