Wirtschaft
In Tokio bewegt sich der Nikkei mal wieder ein Stück nach vorn.
In Tokio bewegt sich der Nikkei mal wieder ein Stück nach vorn.(Foto: picture alliance / dpa)

Gewinne auf breiter Front: Asien-Börsen fehlt einheitlich Linie

Die Aktienkurse in Tokio ziehen an, getrieben durch einen schwächeren Yen. Auch in China klettern die Kurse. Nach acht positiven Tagen ist damit aber in Sydney Schluss - Anleger machen zunächst Kasse.

Ein geteiltes Bild zeigte sich zum Wochenausklang an den ostasiatischen Börsen. Während in Tokio ein schwächerer Yen den Nikkei-225 auf den höchsten Stand seit sechs Monaten trieb, kam es in Sydney nach den jüngsten Aufschlägen zu Gewinnmitnahmen. Insgesamt sei es eine erfolgreiche Woche für die Börsen der Region gewesen, merkte ein Teilnehmer an. Am Donnerstag hatte Hongkong auf einem Dreijahreshoch geschlossen und in Sydney hatte der S&P/ASX-200 erneut ein Sechsjahreshoch erreicht. Vor allem der gute Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in China der HSBC habe dem Sentiment noch einmal einen positiven Impuls geliefert, hieß es.

Schwächerer Yen beflügelt Exportwerte

Der Nikkei-225 verbesserte sich um 1,1 Prozent auf 15.458 Punkte. Hier half der schwächere Yen. Vor der Berichtssaison sorgten die Ergebnisse von Fanuc für eine positive Überraschung. Das Unternehmen hatte solide Quartalszahlen vorgelegt. Vor allem der Auftragseingang sei stark gewesen, sagte ein Händler. Für die Fanuc-Aktie ging es um 5,3 Prozent aufwärts.

Allerdings wollte sich vor der Berichtssaison niemand zu weit aus dem Fenster lehnen. "Bei den Zahlen dürfte es nur wenige Enttäuschungen geben, da die Schätzungen der Unternehmen durchweg recht konservativ sind", ssagte Analyst Naoki Fujiwara von Shinkin Asset Management. Es gebe allerdings auch nur wenige Hinweise auf mögliche positive Überraschungen.

Der etwas schwächere Yen stützte traditionell vor allem die Exportwerte. So ging es für Sony um 2,8 Prozent nach oben, Toyota verbesserten sich um 0,6 Prozent. Die Zahlen von Advantest blieben ohne positive Überraschung. In der Folge ging es für die Aktie um 6,7 Prozent abwärts.

Schanghai nähert sich der Decke

Der Shanghai-Composite legte um 1,0 Prozent auf 2127 Stellen zu und schloss damit bereits den vierten Handelstag in Folge im Plus. Auf Wochensicht steht damit ein Zugewinn von 3,3 Prozent zu Buche. Das weitere Aufwärtspotenzial dürfte allerdings begrenzt sein, so ein Analyst. Der nächste Widerstand liege bereits bei 2150 Punkten. "Mögliche weitere konjunkturelle Maßnahmen sind bereits eingepreist", merkte Analyst Li Xiaoxuan von Shenyin Wanguo Securities an.

Vor allem zyklische Werte waren gesucht. Jiangxi Copper erhöhten sich um 2,4 Prozent, für die Aktien von China Shenhua Energy ging es um 3,2 Prozent aufwärts. Nach den jüngsten Abgaben waren auch Medien- und IT-Werte gesucht. Die Titel von Media Investment Corp legten um 4,9 Prozent und die Aktien von China National Software & Service schlossen mit einem Plus von 7,3 Prozent.

Sydney stoppt Aufwärtstrend

Der ASX/S&P-200 in Sydney schloss erstmals seit sieben Handelstagen mit einem Abschlag und gab um 0,1 Prozent nach. Im Vorfeld der in der kommenden Woche beginnenden Berichtssaison hätten die Investoren Gewinne mitgenommen, sagte ein Teilnehmer.

"Nachdem im letzten halben Jahr vor allem niedrige Rohstoffpreise, ein starker australischer Dollar und ein schwacher Konsum dominiert haben, ist es schwer vorstellbar, woher positive Überraschungen kommen sollen", sagte Analyst Bell Potter von Charlie Aitken zu den anstehenden Unternehmenszahlen. Sollte es aber Überraschungen geben, dann dürften diese vor allem Kostensenkungen beziehungsweise einer guten Margen-Entwicklung zuzuschreiben sein, ergänzte der Teilnehmer.

Die Abgaben zogen sich in Sydney quer durch alle Sektoren. Für die Papiere von Telstra, Woolworths, Rio Tinto und Macquarie ging es zwischen 0,3 und 1,5 Prozent nach unten.  

Quelle: n-tv.de

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