Wirtschaft
Wenn man einmal richtig in Fahrt ist ...
Wenn man einmal richtig in Fahrt ist ...(Foto: REUTERS)

Was die neue Börsenwoche bringt: Neue Rekorde? Auf los geht's los!

Der Dax hat sein Zwischentief überwunden. Und wie geht's weiter? Börsianer sind optimistisch. Die Stimmung ist gut, an möglichen Impulsen mangelt es nicht. VW legt Zahlen vor, Coca-Cola und Wal-Mart öffnen ihre Bücher. Auch von der Fed wird es Neues geben.

Aktienanleger in Frankfurt und New York könnten in der kommenden Woche Rekordstände sehen. "Die Ausblicke der Unternehmen werden besser und Europa kommt langsam aus der Krise. Das ist wichtig für weitere Kursanstiege", sagt Postbank-Stratege Heinz-Gerd Sonnenschein. Der Analyst rechnet damit, dass der deutsche Leitindex spätestens im zweiten Halbjahr die magische Marke von 10.000 Punkten übersteigt. In den USA nähert sich der S&P 500 Index nach einer starken Woche ebenfalls einem Rekordstand. Markus Reinwand von der Helaba rät dagegen zum Ausstieg: "Der Markt hat viel Positives vorweggenommen, die Unternehmensgewinne kommen aber nicht hinterher."

Verunsichert von den Turbulenzen in den Schwellenländern und dem Ende der lockeren Geldpolitik in den USA sind die Anleger scheinbar nicht mehr - am Freitag pendelte der Dax um einen Stand von 9650 Punkten. Von seinem Rekordstand von Mitte Januar ist er damit nur noch rund 150 Zähler entfernt. Auf Wochensicht hat das Kursbarometer 3,8 Prozent zugelegt.

Auch an den anderen Börsen ging die Rally weiter: Der EuroStoxx50 kletterte im Wochenverlauf um mehr als 2,2 Prozent auf etwa 3100 Punkte. In den USA stieg der Dow-Jones-Index auf Wochensicht um 1,6 Prozent auf 16.028 Punkte. Der S&P 500 schloss bei 1838 Zählern - zur Vorwoche ein Anstieg von 2,3 Prozent. Mitte Januar war das Barometer auf 1850 Punkte geklettert. Wegen des Feiertags "President's Day" nimmt die Wall Street den Handel erst am Dienstag wieder auf.

Wasserstandsmeldungen aus den USA

In der neuen Woche stehen bei Investoren Stimmungsumfragen sowie das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung im Fokus. Am Dienstag blicken Anleger auf den Empire State Einkaufsmanagerindex der Region New York, am Donnerstag auf den "Philly Fed" Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in den USA. "Beide Indikatoren deuten auf eine nachlassende Wirtschaftsaktivität hin", prognostiziert Stefan Scheurer von Allianz Global Investors. Experten gehen allerdings davon aus, dass die Daten aus Amerika derzeit stark von der Kältewelle in Teilen des Landes beeinflusst werden.

Signale für den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed unter der neuen Chefin Janet Yellen erwarten Anleger am Mittwoch. Dann wird das neueste Sitzungsprotokoll der Fed veröffentlicht. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht hier die Frage, wie und ob die Fed ihren Ausblick für die Zinsen verändert. Bislang wollen die Notenbanker eine Zinserhöhung erwägen, sobald die Arbeitslosigkeit die Marke von 6,5 Prozent erreicht. Diese Ankündigung wirkt jedoch etwas veraltet, weil die Quote bereits auf 6,6 Prozent gefallen ist und die Fed erst ab Ende kommenden Jahres eine Zinserhöhung anpeilt. Viele Experten gehen deshalb davon aus, dass die Fed sich in irgendeiner Weise von den Schwellenwerten distanzieren könnte.

In Europa schauen Investoren neben dem ZEW-Frühindikator (Dienstag) auf das Konsumentenvertrauen sowie die Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland und Frankreich (Donnerstag). Postbank-Stratege Sonnenschein erwartet, dass die Stimmung in der europäischen Wirtschaft gut bleibt. "Das reicht als Kursunterstützung", sagt er.

VW könnte Bücher öffnen

Auf Unternehmensseite erwarten Anleger eine Reihe von Geschäftsberichten. Den Auftakt macht am Dienstag der US-Brausekonzern Coca-Cola. Am Mittwoch folgt unter anderem die Deutsche Börse. Analysten erwarten, dass der Börsenbetreiber im vierten Quartal operativ knapp zehn Prozent mehr verdient hat als im Vorjahreszeitraum.

Am Donnerstag legt Henkel Zahlen vor, während in den USA die Bilanz von Wal-Mart ansteht. Zum Wochenschluss trifft sich in Wolfsburg der Aufsichtsrat des größten deutschen Autobauers Volkswagen. Im Anschluss an die Sitzung könnte VW seine Bilanz öffentlich machen. Ebenfalls am Freitag erwarten Anleger die Geschäftszahlen des Versicherungskonzerns Axa.

Quelle: n-tv.de

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