Wirtschaft
Wirtschaftsmetropole im Fernen Osten: Tokio ist Europa um acht Stunden voraus.
Wirtschaftsmetropole im Fernen Osten: Tokio ist Europa um acht Stunden voraus.(Foto: REUTERS)

Dollar schwächt Kurse: Nikkei-Rally kommt zum Erliegen

Im japanischen Aktienhandel nehmen Anleger nach den jüngsten Kursanstiegen Gewinne mit. Grund ist vor allem der gefallene Dollar, der die zuletzt starken Exportwerte gefährdet. Dem Trend können sich Toyota mit dem Ausblick auf ein Rekordjahr entziehen.

Keine klare Richtung haben die Börsen in Asien am Donnerstag gezeigt. In Tokio gaben die Kurse nach zuletzt fünf Tagen mit Aufschlägen und einem Plus von insgesamt rund 10 Prozent nach. Der Nikkei-Index reduzierte sich um 0,9 Prozent auf 16.792 Punkte. Nach dem Handelsstart hatte es noch nach einer Fortsetzung der Rally ausgesehen, doch mit dem deutlich zurückkommenden Dollar setzten Gewinnmitnahmen ein. Dieser fiel von seinem Tageshoch bei 115,52 Yen spürbar zurück und lag zuletzt bei 114,57 Yen.

Unter diesen litten vor allem die dollar-sensiblen Exportwerte, die mit dem Anstieg des US-Dollar zuletzt deutlich Boden gutgemacht hatten. Für Kyocera ging es um 2,7 Prozent nach unten und Sony verloren 3,4 Prozent.

Ein kleines Plus von 0,1 Prozent konnten Toyota Motor ins Ziel retten. Der weltgrößte Automobilhersteller wird in diesem Jahr voraussichtlich einen Rekordgewinn einfahren. Weil sich seine margenstarken SUVs in den USA äußerst gut verkaufen und der schwache Yen das Ergebnis zudem positiv beeinflusst, hob der Konzern seine Prognose für das Geschäftsjahr 2014/15 an.

Chinas Börsen schlossen uneinheitlich

Dagegen erholte sich der Aktienmarkt in Schanghai von den Vortagesabgaben und schloss 0,3 Prozent höher. Hier sei es zu Gelegenheitskäufen, vor allem bei Medien- und Bauwerten gekommen, hieß es. Doch Analysten bleiben trotz der kleinen Erholung vorsichtig. Nach dem Ende der Berichtssaison könnte es für den Markt schwierig werden weitere Katalysatoren zu finden, so ein Teilnehmer. Zudem scheine es noch etwas zu dauern, bis die konjunkturelle Entwicklung in China "aus dem gröbsten raus sei", ergänzte ein Analyst. Darauf deuteten die jüngsten Daten hin.

In Hongkong ging es den vierten Handelstag in Folge abwärts. Der Hang-Seng-Index verlor 0,2 Prozent. Nach anfänglichen Gewinnen habe der Markt im späten Handel noch ins Minus gedreht, so ein Teilnehmer. Als Belastungsfaktor wurde unter anderem auf Lenovo verwiesen. Zwar übertraf der Gewinn des Computer-Herstellers im dritten Quartal die Erwartungen, doch der Umsatzrückgang ließ die Aktie um 5,1 Prozent fallen. "Der Umsatz hat 7 Prozent unter der Prognose gelegen", hieß es von Morgan Stanley.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen