Industriedaten und BoJ enttäuschen: Nikkei gibt nach
Die asiatischen Börsen präsentieren sich am Dienstag uneinheitlich. Enttäuschende Konjunkturdaten sorgen in Japan für Kursverluste. Dagegen gibt es in Shanghai, Seoul und Singapur Gewinne.
Die japanischen Aktienmärktehaben auf eine weitere geldpolitische Lockerung durch die Notenbank des Landes enttäuschtreagiert. Nach Bekanntgabe der Pläne gab der Nikkei am Dienstag seine Gewinne abund schloss fast ein Prozent im Minus.
Die Bank of Japan (BoJ) willim Kampf gegen eine drohende Rezession ihr Programm zum Ankauf von Wertpapierenausweiten und Banken auch langfristig zu günstigen Konditionen Geld verleihen. Investorenhatten sich aber offenbar mehr erwartet. Auch enttäuschende Konjunkturdaten sorgtenfür fallende Kurse: und fiel überraschend kräftig um 4,1 Prozent.
Analyst Hideyuki Ishiguro vonOkasan Securities führte die Kursverluste darauf zurück, dass die Zentralbank dieHoffnungen der Investoren nicht übertroffen habe. In Erwartung des Beschlusses derZentralbank waren die Kurse im Laufe des Tages gestiegen. Auch Hisao Matsuura vonNomura Securities sagte, Anleger hätten den Schritt der Notenbank schon eingepreistgehabt.
Der Nikkei mit den 225 Standardwerten gingmit einem Verlust von einem Prozent auf 8841 Punkte aus dem Handel. Beim breitergefassten Topix betrug das Minus 0,9 Prozent. Der Index schloss bei einemStand von 733 Zählern. An anderen fernöstlichen Börsen überwog dagegen der Optimismus:So gab es in Shanghai, Seoul oder Singapur Gewinne. Der Hang Sengin Hongkong gab dagegen nach.
Auf Unternehmensseite standdas Brokerhaus Nomuraim Blickpunkt. Die Aktie legte 1,4 Prozent zu, nachdem das Geldhaus am Vortag überein florierendes Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren berichten konnte. DerZuwachs im Anleihenbereich konnte die Schwäche im Aktiengeschäft ausgleichen.
Die Aktienvon Sharp kletterten um 6,2 Prozent. Auslöser war eineMeldung der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo, wonach der Elektronikkonzern mitApple, Google und Microsoft über die Lieferung von hochauflösenden Bildschirmenverhandelt.
Quelle: n-tv.de

