Wirtschaft
Takashi Inui von Eintracht Frankfurt jubelt über einen Treffer: In seiner Heimat feiern die Anleger einen traumhaften Wochenstart genauso ausgelassen.
Takashi Inui von Eintracht Frankfurt jubelt über einen Treffer: In seiner Heimat feiern die Anleger einen traumhaften Wochenstart genauso ausgelassen.(Foto: picture alliance / dpa)

Keine direkte Kritik, weiter wie bisher: Nikkei kickt nach oben

Von 0 auf über 2 Prozent an einem Handelstag: Der Nikkei eröffnet die neue Handelswoche mit einem Kursfeuerwerk. Vor allem Exportwerte ziehen nach, nachdem die G20 weder Restriktionen noch Kritik am geldpolitischen Kurs Japans gefordert beziehungsweise geäußert haben. Auch in Australien ziehen die Kurse deutlich an.

Die Börse in Tokio hat am Montag deutliche Gewinne verbucht, nachdem die G20-Staaten am Wochenende direkte Kritik an Japans Geldpolitik zur Förderung von exportorientierten Unternehmen vermieden. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte notierte zum Handelsschluss mit einen Aufschlag von 234 Punkten oder 2,1 Prozent beim Stand von 11.408 Punkten. Der breiter gefasste Topix stieg um 2,15 Prozent auf den Schlussstand von 963 Zählern.

Das Treffen hat keine Hinweise gebracht, "die es Japan nicht erlauben würden, weitere stimulierende Maßnahmen für die Konjunkturentwicklung durchzuführen", hieß es hierzu von Stratege Shane Oliver von AMP Capital. Der Yen schwächte sich gegenüber dem Dollar wieder ab und fiel unter die Marke von 94 Yen. Im Tagestief notierte er schon bei 93,41 Yen. Am Freitag war die japanische Währung zum Greenback noch auf den höchsten Stand seit einer Woche gestiegen.

Der schwächere Yen sorgte gleichzeitig für steigende Kurse am Aktienmarkt in Tokio, Die Aktien von Mitsubishi UFJ Financial Group kletterten um knapp 5 Prozent, die Titel von Mitsui Fudosan gewannen über 3 Prozent. Bei den Exportwerten gewannen die Aktien von Honda Motor 2,5 Prozent und die Papiere von Toyota Motor erhöhten sich um 2,4 Prozent.

Viereinhalbjahres-Hoch

In Australien ließen gute Unternehmensergebnisse den S&P/ASX 200 zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit rund viereinhalb Jahren steigen. So hatte Bluescope Steel, nach Marktkapitalisierung der größte Stahlhersteller des Landes, im ersten Halbjahr aufgrund von Restrukturierungen einen geringeren Verlust als befürchtet eingefahren. Für die Aktie ging es um mehr als 15 Prozent nach oben. Die Titel von Bendigo & Adelaide Bank verbesserten sich nach besser als erwartet ausgefallenen Ergebnissen um über 3 Prozent. Im Laufe der Woche stehen noch weitere wichtige Unternehmensdaten auf der Agenda, unter anderem BHP Billiton, so ein Händler.

Kater in China

Der Aktienmarkt in China zeigte sich am ersten Handelstag nach der Feiertagspause mit einer kaum veränderten Tendenz. In der vergangenen Woche fand vor allem in Shanghai wegen des Neujahrsfests kein Handel statt. "Nach den jüngsten Aufschlägen nimmt der Hang zu Gewinnmitnahmen leicht zu", so ein Teilnehmer. Zumal es in der Feiertagspause keine wichtigen Themen gegeben habe. Der Shanghai-Composite-Index notierte unverändert bei 2432 Punkten.

In Hongkong haben die Gewinnmitnahmen bereits eingesetzt, der Hang-Seng-Index gab um 0,2 Prozent nach. Hier belasteten auch die Sorgen um die am 1. März automatisch in Kraft tretenden Ausgabenkürzungen in den USA, so ein Händler. Nachdem der Index am 5. Februar ein neues Jahreshoch markiert hatte, sei der Markt in eine Phase der Konsolidierung übergegangen. Vor allem Immobilienwerte zeigen sich mit Abgaben. Die Titel von New World Development fielen um über 1 Prozent und die Aktien von Henderson Land reduzierten sich um 0,6 Prozent.

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Quelle: n-tv.de

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