Wirtschaft
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Unsicherheit in Asien: Nikkei schaut nach unten

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste: Nach diesem Motto verfahren am Donnerstag die Anleger in Asien. So werden in Japan erst die US-Arbeitsmarktdaten abgewartet, die am Freitag veröffentlicht werden. Zudem schaut man gebannt auf Europa, wo die EZB über den Leitzins entscheidet.

Ungewissheit über den künftigen geldpolitischen Kurs der US-Notenbank hat die Aktienmärkte in Fernost am Donnerstag belastet. Investoren warteten Analysten zufolge vor größeren Geschäften die für Freitag erwarteten neuen Arbeitsmarktdaten in den USA ab. Von ihnen erhoffen sich Anleger Hinweise darauf, wann die Notenbank Fed ihre extrem lockere Geldpolitik wieder anzieht. Auch die am Donnerstag anstehende Zins-Entscheidung der Europäischen Zentralbank ließ viele Anleger zunächst stillhalten.

Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans gab um 0,4 Prozent nach, nachdem er am Vortag mit 0,1 Prozent noch knapp im Plus notiert hatte.

Auch die wichtigste asiatische Börse in Tokio konnte sich nicht gegen den Trend stemmen. Der Nikkei-Index verlor um 0,8 Prozent auf 14.228 Punkte, nachdem er am Vortag noch in gleicher Höhe zulegen konnte. Gegen den Trend kräftig zulegen konnten in Tokio der Kabelsender Usen Corp und der Autohändler VT Holdings, die von ihrer Aufnahme in den neuen JPX-Nikkei-Index 400 profitierten.

Der Euro konnte sich im fernöstlichen Devisenhandel mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent nahe seines Einwochenhochs halten und notierte bei 1.3527 Dollar. Er profitierte von guten Wirtschaftsdaten aus Deutschland. Die Industrie in Deutschland hatten im September ihre Aufträge fast siebenmal so stark gesteigert wie erwartet. Dies hatte die meisten Marktteilnehmer in ihrer Einschätzung bestätigt, dass die Europäische Zentralbank keine Zinssenkung bekanntgeben werde.

Zuletzt hatte es entsprechende Spekulationen gegeben, nachdem die Teuerungsrate in der Euro-Zone deutlich unter den von der EZB angepeilten Schwellenwert von knapp zwei Prozent gefallen war.

Quelle: n-tv.de

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