Wirtschaft
Der Nikkei schließt im Minus.
Der Nikkei schließt im Minus.(Foto: REUTERS)

Kursverluste in Fernost: Nikkei schließt schwächer

Die Tokioter Börse geht mit sinkenden Kursen ins Wochenende. Händler führen das unter anderem auf den starken Yen und negative Vorgaben aus den USA zurück.

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Die drohende Haushaltskrise in den USA und die Ungewissheit über das weitere Schicksal des schuldengeplagten Griechenlands haben Händlern zufolge die Märkte in Fernost belastet. Auf die Stimmung drückten zudem die Vorgaben der Wall Street, die am Vortag trotz guter Konjunkturdaten ihre Talfahrt fortsetzte, wenn auch nicht mehr in ganz so hohem Tempo wie nach der Präsidentenwahl.

In Tokio beendete der 225 Werte umfassende Nikkei-Index die Handelswoche 0,9 Prozent im Minus bei 8757 Zählern. Es war der niedrigste Stand seit vier Wochen. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,6 Prozent auf knapp 731 Punkte nach. Auch die Börsen in Hongkong, Shanghai, Singapur und Korea schlossen schwächer. Lediglich Taiwan tendierte fester. Der MSCI-Index für Aktien aus dem Asien-Pazifik-Raum mit Ausnahme Japans gab knapp 0,3 Prozent nach.

Nach der Wiederwahl von US-Präsident Barack Obama richte sich die Aufmerksamkeit vieler Anleger auf die sogenannte Fiskalklippe in den Vereinigten Staaten, sagte Kim Soo Young von KB Investment & Securities. Der Begriff bezeichnet automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen zum Jahresende, wenn Republikaner und Demokraten ihren Haushaltsstreit nicht beilegen. Da der Kongress gespalten ist, droht eine Blockadehaltung. Sollte es zu keiner Lösung kommen, wird befürchtet, dass die USA zurück in eine Rezession stürzen.

Anleger zeigten sich zudem besorgt wegen der europäischen Schuldenkrise, denn auch nach der Annahme des umstrittenen Sparpakets geht das Hindernisrennen für die griechische Regierung weiter. Die nächste Hürde muss am Sonntag genommen werden, wenn der um das Paket ergänzte Haushalt zur Abstimmung steht. Weil die Mehrheit der Koalition nach Fraktionsausschlüssen und einem Austritt von Abweichlern weiter geschrumpft ist, gilt dies als besonders schwierig.

Zu den Verlierern in Japan gehörten besonders die Elektronikhersteller und Autobauer - Exporttitel, die unter dem starken Yen litten. Toshiba büßten 0,7 Prozent ein, Toyota 0,5 Prozent und Honda 0,3 Prozent. Die Papiere des weltweit zweitgrößten Stahlherstellers Nippon Steel & Sumitomo Metal verloren 1,75 Prozent an Wert. Der Konzern hatte vor einem Gewinnrückgang in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2012/13 gewarnt.

Quelle: n-tv.de

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