Wirtschaft
Der fallende Yen stützt die japanischen Aktienmärkte.
Der fallende Yen stützt die japanischen Aktienmärkte.

Kursgewinne in Japan: Nikkei steigt kräftig

Die Tokioter Börse geht mit Gewinnen aus dem Handel. Vor allem Exportwerte sind gefragt, sie profitieren von einem schwächeren Yen.

Der japanische Aktienmarkt hat seine Rally am Mittwoch fortgesetzt. Der Nikkei legte um 1,5 Prozent auf 10.230 Punkte zu und schloss damit auf dem höchsten Stand seit Ende März. Der breit gefasste Topix gewann 1,1 Prozent auf 847 Zähler.

Händler führten das auf den sich weiter abschwächenden Yen und die Hoffnung auf geldpolitische Lockerungen unter dem neuen Ministerpräsidenten Shinzo Abe zurück. Von der drohenden Fiskalklippe in den USA ließen sich Anleger nicht abschrecken.

Der japanische Aktienmarkt ließ die anderen asiatischen Handelsplätze hinter sich. Dort tat sich nur wenig. Der südkoreanische Aktienindex Kospi schloss kaum verändert. Der chinesische Shanghai Composite stieg um lediglich 0,25 Prozent auf 2219 Punkte. Die Börsen in Australien und Hongkong blieben feiertagsbedingt geschlossen.

An der Tokioter Börse waren vor allem Exportwerte gefragt – befeuert durch den schwächeren Yen, der gegenüber Dollar und Yen den niedrigsten Stand seit 2011 erreicht hat. Dazu trug auch die Veröffentlichung des Protokolls der japanischen Notenbanksitzung vom November bei, welches die Hoffnung auf weiter fallende Wechselkurse genährt hat.

Davon profitierten die exportorientierten Unternehmen, die stark unter der zuletzt anhaltend starken Heimatwährung gelitten haben. So stiegen Panasonic um 2,8 Prozent, Mazda legten um 3,3 Prozent zu.

Sony verteuerten sich sogar um 4 Prozent. Die Wirtschaftszeitung Nikkei hatte berichtet, dass der China-Absatz des gebeutelten Elektronikriesen wieder ein normales Niveau erreicht hat, nachdem der Territorial-Streit um einige Pazifik-Inseln zwischen Japan und China zu einem Boykott japanischer Waren in China geführt hatte.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen