Wirtschaft
Erst geben die Panasonic-Zahlen die Richtung der Börse vor, dann drängt sich Sony in den Vordergrund.
Erst geben die Panasonic-Zahlen die Richtung der Börse vor, dann drängt sich Sony in den Vordergrund.(Foto: REUTERS)

Sony drückt die Stimmung: Nikkei steuert mit Verlusten ins Wochenende

Den ostasiatischen Börsen fehlt am letzten Handelstag der Woche die klare Richtung. In Japan sorgt die zusammengestrichene Gewinnerwartung beim Elektronikriesen Sony für schlechte Laune. Etwas bessere Stimmung herrscht nach Konjunkturdaten in China.

Ohne klare Richtung zeigen sich die Börsen in Ostasien zum Wochenausklang. An einigen Plätzen drücken die jüngsten Kommentare der US-Notenbank auf die Stimmung. Spekulationen, dass sie ihre Anleihekäufe schon im Dezember reduzieren könnte, bremsen die Kurse in Tokio und Sydney.

Das MSCI-Börsenbarometer für die Handelplätze im asiatisch-pazifischen Raum ohne Japan verlor 0,1 Prozent.

Während der leicht besser als erwartetet ausgefallene offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) für das Verarbeitende Gewerbe in China die chinesischen Aktienmärkte stützt, geht es an der Tokioter Börse zusätzlich belastet vom wieder festeren Yen und enttäuschend ausgefallenen Quartalszahlen von Sony etwas stärker bergab.

Der Nikkei-Index schließt vor dem verlängerten Wochenende - die Börsen bleiben am Montag feiertagsbedingt geschlossen - 0,9 Prozent schwächer bei 14.201 Punkten. Bislang hat die Berichtssaison in Japan wenig Überraschungen gebracht. Der Nikkei ist seit Jahresbeginn auch dank der aggressiven Wirtschaftspolitik der Regierung um fast 40 Prozent gestiegen.

Sony brechen ein

Deutliche Verluste verbuchten die Aktien von Sony. Nachdem der Elektronikkonzern seine Prognose für das Gesamtjahr gesenkt hat, brach die Aktie rund elf Prozent ein. Entgegen den Markterwartungen machte der Elektronikriese, der erst zu Jahresbeginn in die Gewinnzone zurückgefunden hatte, zudem im abgelaufenen Quartal wieder Verluste. Besonders zu schaffen macht dem Traditionskonzern das Filmgeschäft, das in seinem zweiten Geschäftsquartal in die roten Zahlen rutschte.

Im frühen Geschäft hatten sich Anleger noch an die positiven Nachrichten geklammert, etwa an den verbesserten Ausblick von Panasonic. Die Aktien legten um mehr als sechs Prozent zu.

Nach schwachen Quartalszahlen und einer gesenkten Prognose verlieren die Papiere von NTT Data 6,5 Prozent. Softbank sind dagegen gefragt. Die Aktien legen um zwei Prozent zu und profitieren damit von einem Gewinnsprung.

Freundliche Stimmung an China-Börsen

An den chinesischen Börsen sorgt der offizielle PMI - er ist im Oktober auf 51,4 Punkte gestiegen, erwartet worden waren lediglich 51,1 Punkte - für eine leicht positive Stimmung. Dennoch verbreitet er wegen der unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung von kleinen und großen Unternehmen keine Jubelstimmung. Gestützt von unerwartet stark gestiegenen Exporten zieht der Kospi in Korea um 0,4 Prozent an.

In New York hatte der Dow-Jones-Index der Standardwerte 0,5 Prozent auf 15.545 Punkte eingebüßt. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,4 Prozent auf 1756 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 0,3 Prozent auf 3919 Stellen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen