Wirtschaft
Die Börsen warten auf neue Signale aus dem Capitol.
Die Börsen warten auf neue Signale aus dem Capitol.(Foto: REUTERS)

Nichts Neues aus Washington: Nikkei testet die 14.000er Marke

Die Aktienmärkte hängen an den Lippen von Washington. Doch aus den USA kommen weiter keine guten Nachrichten. So geben die asiatischen Aktienmärkte nach. In Japan verlieren vor allem Exportwerte.

Der Haushaltsnotstand in den USA hält die asiatischen Börsen weiter fest im Griff und sorgt für fallende Kurse. So schloss der Leitindex Nikkei in Tokio mit 14.024 Zählern knapp ein Prozent im Minus und fiel damit auf den niedrigsten Stand seit Anfang September. Der breiter gefasste Topix-Index ging um gut 0,9 Prozent auf 1164 Stellen zurück. Der MSCI-Index für den asiatisch-pazifischen Raum ohne Japan< ging um 0,1 Prozent zurück.

"Solange der Haushaltsstreit die Schlagzeilen bestimmt, wird die Unsicherheit andauern", schrieb die Bank Credit Agricole an ihre Kunden. Das gelte um so mehr, wenn Mitte Oktober die Schuldengrenze erreicht sein werde. Es zeichne sich immer mehr ab, dass der Streit über den US-Haushalts über den 17. Oktober hinaus andauern werde, warnten Analysten von BNP Paribas. Wegen des Konflikts zwischen Präsident Barack Obama und dem republikanisch dominierten Repräsentantenhaus wurden etliche US-Behörden geschlossen und ihre Mitarbeiter in den Zwangsurlaub geschickt.

Der Dollar gab wegen der Haushaltskrise auf 97,105 Yen nach, während der Euro auch dank günstiger Konjunkturaussichten in Europa mit 1,36255 Dollar an seinem Höchststand von Dienstag kratzte.

Wegen der Dollarschwäche standen Exportwerte auf den Verkaufszetteln. Panasonic -Papiere verloren etwa 3,4 Prozent. Bei Sony betrug das Minus 1,8 Prozent. Als Ausreißer präsentierte sich der südkoreanische Elektronikriese Samsung, der für das dritte Quartal mit einer Gewinnexplosion von 25 Prozent rechnet. Die Papiere von Samsung verteuerten sich um 0,5 Prozent, die Börse in Seoul schloss leicht im Plus.

Quelle: n-tv.de

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