Wirtschaft
(Foto: REUTERS)

Erholung nach Kurssturz: Nikkei tritt auf der Stelle

Die meisten asiatischen Börsen präsentieren sich zur Wochenmitte fester. Doch der weiter fallende Ölpreis verhindert eine durchgreifende Erholung. Ein schwächerer Yen hilft den auf den Export fokussierten japanischen Unternehmen.

Nach dem Ausverkauf vom Dienstag kam es zur Wochenmitte an den meisten ostasiatischen Börsen zu zaghaften Erholungsansätzen. Konjunkturskepsis verhinderte aber in vielen Fällen deutlichere Kursgewinne.

Dazu trugen vor allem die Ölpreise bei, die ihre Talfahrt ungebremst fortsetzen. Schon im US-Handel am Vortag hatte sich der Preis für die US-Referenzsorte WTI deutlicher nach unten von der 50-Dollar-Marke abgesetzt. Im asiatischen Handel fiel sie weiter. Das Barrel WTI kostet 47,25 Dollar und damit etwa 1,3 Prozent weniger als am Dienstagabend. Auch der Preis für die europäische Sorte Brent fiel am Mittwoch zeitweise unter 50 Dollar, aktuell notiert er knapp darüber.

In der gesamten Region standen Aktien des Energiesektors unter Druck. In Hongkong verbilligten sich beispielsweise CNOOC um 0,2 Prozent. In Tokio ging es für Inpex um 1,0 Prozent nach unten. In Sydney verloren Santos 1,3 Prozent und Sundance Energy 2,1 Prozent. Die rohstofflastige australische Börse leidet besonders unter dem fortgesetzten Verfall der Ölpreise. Sie schloss mit einem Minus von 0,2 Prozent.

Nikkei nach Einbruch heute kaum verändert

An der Tokioter Börse ging der Nikkei-Index kaum verändert bei 16.886 Punkten aus dem Handel. Am Dienstag war er allerdings um 3 Prozent eingebrochen. Stützend wirkte, dass sich der Kurs des US-Dollar zur japanischen Währung stabilisierte und nunmehr um die Marke von 119 Yen pendelte. Das verhalf den zuletzt arg gebeutelten Aktien exportorientierter Unternehmen zu einer Erholung. Der Kurs von Toyota legte um 1,5 Prozent zu.

Sony stiegen um 4,6 Prozent. Laut einem Bericht der Zeitung Nikkei hat das Unternehmen im vergangenen Jahr deutlich mehr Spielekonsolen verkauft als die Konkurrenz. Die Zahl der verkauften Spielekonsolen dürfte sich demnach auf mehr als 20 Millionen belaufen haben, nachdem im Jahr davor 19 Millionen abgesetzt wurden.

Nach anfänglichen Rücksetzern ging es an den chinesischen Börsen aufwärts. In Schanghai gewannen die Kurse im Schnitt 0,7 Prozent. In Hongkong stieg der Hang-Seng-Index dank einer ermutigenden Verbraucherumfrage um 0,8 Prozent. Laut dem Westpac MNI China Consumer Sentiment Indicator hat sich die Stimmung unter den Konsumenten im Dezember erstmals seit Juli spürbar aufgehellt. Nachdem 2014 Pessimismus mit Blick auf den Immobilien- und Arbeitsmarkt dominiert habe, seien die Verbraucher für das neue Jahr zuversichtlicher, sagt Westpac-Volkswirt Huw McKay.

Chinas Staatsbahn-Aktien profitieren von Fusions-Absicht

Aktien von Casinobetreibern erholten sich von den jüngsten Verlusten. Sie hatten in jüngster Zeit darunter gelitten, dass China die Korruption neuerdings entschiedener bekämpft, was zur Folge hat, dass auch den Spielhöllen der Umsatz wegbricht. Galaxy Entertainment rückten in Hongkong um 4,4 Prozent vor und Sands China um 3,1 Prozent.

Die Börse in Schanghai wurde von Aktien des Goldbergbaus und der Zughersteller CSR und China CNR angeführt. Shandong Gold Mining verteuerten sich im Sog der jüngsten Goldpreiserholung um 10 Prozent, für Zijin Mining ging es um 6,1 Prozent nach oben. CSR und CNR stiegen je um das Tagesmaximum von 10 Prozent. Anleger spekulieren darauf, dass die geplante Fusion der beiden Unternehmen mit beträchtlichen Synergien einhergeht.

Quelle: n-tv.de

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