Wirtschaft
Lagertanks in Qingdao, Provinz Shandong: Hier kommt ein Großteil der chinesischen Rohölimporte an.
Lagertanks in Qingdao, Provinz Shandong: Hier kommt ein Großteil der chinesischen Rohölimporte an.(Foto: dpa)

Mali-Konflikt erfasst Algerien: Nordseeöl legt leicht zu

Die drohende Eskalation der Kämpfe in Mali versetzt Rohstoffstrategen in Unruhe: Noch schlagen sich die Sorgen um die algerische Erdgas-Förderung nicht in Preisaufschlägen nieder. Der Rohölmarkt reagiert auf Nachfrageaussichten.

Die Ölpreise haben sich am Morgen zunächst kaum von der Stelle bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur März-Lieferung kostete am Morgen 109,76 US-Dollar. Das waren 8 Cent mehr als zur Wochenmitte.

Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar sank indes leicht um 23 Cent auf 94,01 Dollar.

In den vergangenen Handelstagen haben sich die Ölpreise im Trend nach oben bewegt. Starke Preisausschläge gab es aber selten. Einige Beobachter warnen unterdessen, dass der Preisanstieg der letzten Wochen möglicherweise fundamental nicht gerechtfertigt ist. Verwiesen wird auf das hohe Angebot an Rohöl, die immer noch gedämpfte Nachfrage und die hohen Lagerbestände - besonders in den USA.

Die Besetzung einer Erdgasförderanlage durch islamistische Kämpfer im Osten Algeriens blieb an den Rohstoffmärkten zunächst ohne sichtbare Auswirkungen auf die Preisentwicklung. Sollte sich der Mali-Konflikt damit jedoch auf weitere Sahara-Anrainerstaaten ausweiten, dürfte das auch die Lageeinschätzung im Handel mit Energierohstoffen beeinflussen.

Am Edelmetallmarkt zeigte sich der Preis für Gold am Morgen wenig verändert bei 1678,40 Dollar je Feinunze. Nach zwei Tagen Anstieg müsse der Markt erst einmal durchatmen, hatte es am Vortag geheißen.

Agrarmärkte im Rampenlicht

Eine Veranstaltung in der deutschen Hauptstadt dürfte die Aufmerksamkeit vieler europäischer Anleger auf die Entwicklung an den Märkten für Lebensmittel und Agrarrohstoffe lenken. In Berlin wird am Abend (18.00 Uhr MEZ) die weltgrößte Agrarmesse "Grüne Woche" eröffnet. Zehn Tage lang zeigen 1630 Aussteller aus 67 Ländern Produkte und Trends aus Landwirtschaft, Ernährungsindustrie und Gartenbau. Bis zum 27. Januar erwarten die Veranstalter mehr als 400.000 Besucher.

Die Branche zeigt sich vor ihrem Jahresauftakt optimistisch. Anders als in manchen Vorjahren beherrscht kein Lebensmittelskandal die Debatten. Deutsche Produkte finden in Europa und darüber hinaus immer mehr Abnehmer, der Export treibt die Umsätze in die Höhe. Höhere Kosten für Rohstoffe, Löhne und Energie machen Lebensmittel nach Branchenerwartungen in diesem Jahr teurer.

Quelle: n-tv.de

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