Wirtschaft
(Foto: REUTERS)

Kupferpreis steigt mit China-Hoffnungen: Öl etwas teurer

Die Ölpreise starten mit leichten Gewinnen in die neue Handelswoche. Rohstoffexperten erklären die Kauflaune mit guten Konjunkturdaten aus den USA, China und Deutschland. Das Wachstumspotenzial von China macht auch Industriemetalle teurer.

Unterstützt von den zuletzt guten Konjunkturdaten aus Deutschland, den USA und China haben sich die Ölpreise am Montag knapp behauptet präsentiert. Ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent kostete mit 113,09 Dollar 0,2 Prozent weniger, US-Leichtöl der Sorte WTI notierte bei 95,95 Dollar und damit auf dem Freitagsniveau.

"Viele Anleger wollen nun sehen, ob die nächsten US-Konjunkturdaten den Optimismus bestätigen", erklärte ein Händler. So wird am Mittwoch in den USA die erste amtliche Schätzung für die Entwicklung des US-BIP im vierten Quartal 2012 veröffentlicht. Am Freitag folgt dann der Monatsbericht vom US-Arbeitsmarkt. Sollten beide Datenreihen den Trend bestätigen, könnten die Ölpreise weiter zulegen.

Unterstützt wurden die Preise zudem von Sorgen um eine Eskalation der Spannungen im Nahen Osten. Ein Vertrauter des geistlichen Oberhaupts des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, hatte am Wochenende erklärt, jede Form eines Angriffs auf Syrien käme einem Angriff auf den Iran gleich.

China-Hoffnungen beflügeln Kupferpreise

Am Markt für Industriemetalle setzten auch zu Wochenbeginn viele Anleger auf Chinas Wachstumspotenzial gesetzt. Kupfer verteuerte sich um bis zu 0,5 Prozent auf 8070 Dollar je Tonne, Blei und Aluminium um je bis zu 0,7 Prozent auf 2372,50 beziehungsweise auf 2060,75 Dollar je Tonne.

"Der Markt ist der Ansicht, dass Chinas Industrie im laufenden Jahr wieder kräftig zulegen wird", erklärte ein Analyst. Positiv sei vor allem, dass der Staatsfonds des Landes - der China Investment Corp.(CIC)   - für 2013 wieder mit einer

 Wachstumsrate von mehr als acht Prozent rechne. Im vergangenen Jahr war Chinas Wirtschaft um 7,8 Prozent gewachsen - so gering wie seit 13 Jahren nicht mehr.

Gold billiger - Platin teurer

Gold hat verlor angesichts der relativ hohen Zuversicht vieler Anleger über die weltwirtschaftliche Entwicklung an Attraktivität verloren. Investoren bevorzugen Börsianern zufolge derzeit Aktien oder andere Anlagen. So bröckelte der Preis je Feinunze am Montag um 0,2 Prozent auf 1654,74 Euro ab. Selbst als Inflationsschutz werde das Edelmetall im Moment wenig gebraucht, hieß es.

Dennoch bevorzugen viele Zentralbanken weiterhin Gold als Alternative zu hergebrachten Währungen. So geht aus den am  Freitagabend veröffentlichten Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) hervor, dass die Goldreserven von Russland im Dezember beispielsweise um 19,9 Tonnen auf 957,8 Tonnen gestiegen sind. Auch die Türkei stockte mit einem Plus von 45,6 Tonnen auf 359,6 Tonnen ihre Goldbestände auf. Allerdings liegt dies zum Teil an technischen Faktoren, da Geschäftsbanken Gold als Sicherheit hinterlegen können. "Wir gehen davon aus, dass die Zentralbanken auch im laufenden Jahr große Mengen Gold kaufen und damit eine wesentliche Stütze des Goldpreises sein werden", erklärten die Analysten der Commerzbank.

Platin profitierte dagegen von den positiven Konjunkturdaten der vergangenen Woche und verteuerte sich um 0,3 Prozent auf 1685,50 Dollar je Feinunze. Das Metall wird auch in der Industrie verwendet.

Quelle: n-tv.de

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