Wirtschaft
Ruhiges Tagesgeschäft auf dem Rohstoffmarkt.
Ruhiges Tagesgeschäft auf dem Rohstoffmarkt.(Foto: REUTERS)

Griechenland abgehakt: Öl und Gold stabil

Die Lösung, die die Euro-Finanzminister nun für Griechenland gefunden hat, überrascht die Märkte nicht – sie haben bereits eingepreist. Entsprechend ruhig geht es auch auf den Rohstoffmärkten zu.

Die Rettung Griechenlands vor dem Staatsbankrott hat an den Rohstoffmärkten die Anleger wenig beeindruckt. Gold, Öl und Kupfer notierte meist in Reichweite ihrer Vortagesstände. "Die meisten Investoren hatten eine Lösung erwartet, deshalb gab es keinen Grund für neue Positionierungen", fasste Analyst Andrey Kryuchenkov von VTB Capital in London zusammen.

Eine Feinunze Gold kostete mit 1746 Dollar etwa so viel wie am Vortag. Kupfer verteuerte sich um 0,4 Prozent auf 7810 Dollar je Tonne. Ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent kostete rund 111 Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Auch der Preis für US-Leichtöl der Sorte WTI kam kaum vom Fleck und notierte mit 87,89 Dollar 0,2 Prozent höher.

Händler erklärten, dass die Aufmerksamkeit der Anleger sich nun dem US-Haushaltsstreit zuwende. Sollten sich Kongress und Regierung nicht bis Jahresende auf eine gemeinsame Budget-Politik verständigen, treten zum Jahreswechsel gleichzeitig massive Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen in Kraft, die die weltgrößte Volkswirtschaft in die Rezession stürzen könnte. Dies würde laut Rohstoffanalysten die Nachfrage nach Öl und Industriemetallen dämpfen. Bis zur Klärung des Streits dürften die meisten Anleger auf der Hut bleiben.

Quelle: n-tv.de

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