Wirtschaft
Viele fallen vom Glauben an die Konjunkturerholung ab.
Viele fallen vom Glauben an die Konjunkturerholung ab.(Foto: REUTERS)

Angst vor der Lähmung: Öl und Kupfer billiger

Nach der Wiederwahl von US-Präsident Obama sorgt das Wort "Fiskalklippe" für Unruhe an den Finanzmärkten. Sollten die immensen Ausgabenkürzungen in den USA greifen, könnte das die Wirtschaftin lähmen, die Nachfrage nach Rohstoffen würde schrumpfen.

Die US-Haushaltsprobleme und die wieder etwas mehr in den Vordergrund gerückte Euro-Schuldenkrise haben den Kupferpreis belastet. Eine Tonne des Industriemetalls kostete gegen Mittag 7554 Dollar, ein Minus zum Vortag von rund einem Prozent.

Seit der Wiederwahl von Barack Obama zum US-Präsident ist bei den Anlegern die Furcht gewachsen, dass sich Präsident und US-Kongress bis Januar nicht auf einen neuen Haushaltsplan einigen können und somit automatisch Ausgabenkürzungen in Kraft treten und Steuererleichterungen auslaufen. Das könnte das Wirtschaftswachstum der USA lähmen und würde damit auch die Nachfrage nach Rohstoffen drücken. Einen weiteren Grund für die Kursverluste bei Kupfer nannte BNP-Paribas-Analyst Stephen Briggs: "In den vergangenen Wochen haben immer mehr Leute den Glauben daran verloren, dass die chinesische Regierung viele konjunkturstimulierende Maßnahmen ankündigen wird."

Konjunkturdaten aus China hatten am Freitag positiv überrascht. Die Industrieproduktion legte im Oktober stärker zu als Analysten erwartet hatten. Mit besseren Wirtschaftsdaten sinkt auch der Druck auf die Regierung, die Konjunktur noch stärker ankurbeln zu müssen.

Etwas günstiger war auch Öl am Freitag zu haben. Ein Barrel der Brentöl kostete mit 106,92 Dollar 0,3 Prozent weniger, ein Fass US-Leichtöl ermäßigte sich um 0,7 Prozent auf 84,47 Dollar.

Der Goldpreis lag unverändert bei 1730 Dollar je Feinunze.

Quelle: n-tv.de

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