Wirtschaft
Wächst Chinas Wirtschaft, steigt auch der Ölbedarf und damit die Nachfrage und die Preise.
Wächst Chinas Wirtschaft, steigt auch der Ölbedarf und damit die Nachfrage und die Preise.

China im Blick: Öl- und Kupferpreise fallen

Zum Wochenausklang notieren die Ölpreise ebenso wie Industriemetalle schwächer. Anleger sind sich unsicher, wie groß der Rohstoffhunger Chinas ist. Gold ist in Japan als Alternativwährung gefragt.

Aus Furcht vor einer schwächeren Nachfrage aus China haben Anleger am Freitag die Finger von Kupfer und Öl gelassen.

Das Industriemetall verbilligte sich um 0,4 Prozent auf 8082 Dollar je Tonne. Der Ölpreis der US-Sorte WTI gab 0,6 Prozent auf 93,19 Dollar je Fass nach. Brent kostete mit 110,21 Dollar 1,6 Prozent weniger. Händlern zufolge spekulierten Anleger nach höher als erwartet ausgefallenen Verbraucherpreisen darauf, dass China nun weniger Spielraum für eine Lockerung der Geldpolitik haben dürfte.

Viele Investoren hatten sich von weiteren Eingriffen der Notenbank eine Stützung der chinesischen Wirtschaft erhofft. Die Inflation in China ist im Dezember wegen kräftig steigender Lebensmittelpreise auf den höchsten Stand seit sieben Monaten gestiegen.

Kältewelle verteuert Erdgas in den USA

Eine erwartete Kältewelle hat derweil den Preis für US-Erdgas in die Höhe getrieben. Der Februar-Kontrakt zog um 2,6 Prozent auf 3,28 Dollar je Million BTU an. Den Vorhersagen zufolge muss in den kommenden zehn Tagen fast in den gesamten USA mit unterdurchschnittlichen Temperaturen gerechnet werden.

Darüber hinaus wirke der überraschend starke Rückgang der Lagerbestände vom Vortag nach, sagten Börsianer. Mit 3,316 Billionen Kubikfuß liegen die Reserven aber immer noch elf Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

Gold als Alternativwährung gefragt

In Japan war Gold wegen der starken Abwertung des Yen als Alternativwährung gefragt. Der Gold-Future in Tokio stieg auf ein Rekordhoch von 4,802 Yen pro Gramm, nachdem die Landeswährung auf ein Zweieinhalb-Jahres-Tief gefallen war.

Die japanische Regierung hatte zuvor ein umfangreiches Konjunkturprogramm zur Stützung der Wirtschaft beschlossen. "Setzt sich der Abwertungswettlauf der Währungen fort, dürfte Gold als Alternativwährung gefragt bleiben", prognostizierte Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg in einer Kurzstudie.

In Dollar gerechnet gab der Goldpreis am Freitag 1,0 Prozent auf 1656 Dollar je Feinunze nach.

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Quelle: n-tv.de

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