Dienstag, 26. August 2008
Erstarken des US-Dollars: Öl wird billiger
Anleger haben am Dienstag auf das Erstarken des Dollar mit Rohstoffverkäufen reagiert. Die Preise für Rohöl, Gold und Industriemetalle gaben nach. Der US-Dollar erreichte in Reaktion auf schwache Konjunkturdaten aus Deutschland ein Halbjahreshoch gegenüber dem Euro. Auch gegenüber anderen Währungen gewann der Greenback an Wert. Investoren schichten ihre Anlagen von Rohstoffen in die US-Währung um, wenn diese an Wert gewinnt.
Das Fass US-Leichtöl WTI verbilligte sich um 0,8 Prozent auf 114,16 Dollar. Nordsee-Öl der Sorte Brent wurde 0,7 Prozent niedriger bei 113,20 US-Dollar gehandelt. Händlern zufolge wurde am Markt die Dollarstärke höher gewichtet als die Sorge, dass der aufziehende Tropensturm Gustav Ölförderanlagen im Golf von Mexiko bedrohen könnte. Im Blick blieb auch der Konflikt in Georgien. "Wir erwarten, dass das Echo dieser Situation auf den Ölpreis relativ begrenzt sein wird", erklärte Analyst Edward Meir von MF Global. Mit einem deutlichen Preisrutsch beim Öl rechnen Experten allerdings nicht. "Angebotsrisiken und zunehmende geopolitische Spannungen sorgen derzeit für Unterstützung, so dass ein baldiger Rückgang unter 110 US-Dollar unwahrscheinlich ist", prognostiziert Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist zum Wochenbeginn wieder deutlich gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel (159 Liter) aus den OPEC-Fördergebieten am Montag 110,61 US-Dollar und damit um 4,02 US-Dollar weniger, als am vergangenen Freitag.
Externe Links zur Nachricht
Marktberichte
-
Stimmungstöter Europa
Kursverluste an der Wall Street
-
Hiobsbotschaften und "Todeskreuz"
Dax kennt kein Halten
-
Spanien-Angst wächst
Euro stürzt unter 1,24 Dollar
-
Im Sog des schwachen Euro
Rohstoffpreise fallen
-
Schuldenkrise belastet
Asien-Börsen kommen zurück
-
Kurse fallen
Euro-Krise schnappt nach Dax
-
Facebook erneut auf Talfahrt
New York schließt freundlich
-
Spanien-Sorgen drücken
Euro klar unter 1,25 Dollar
-
Bis knapp unter 6400 Punkte
Dax steigt
-
Feuer für das Wachstum
Peking schiebt Rohstoffpreise an
-
Chinas Konjunktur vs. Euro-Krise
Asien lacht sich frei
-
Volatiler Handel erwartet
Dax peilt Kursgewinne an
