Wirtschaft
Ein Ölarbeiter auf einem irakischen Ölfeld südlich von Basra.
Ein Ölarbeiter auf einem irakischen Ölfeld südlich von Basra.(Foto: REUTERS)

China nährt Wachstumshoffnungen: Ölpeise steigen leicht

Gute Wachstumsdaten aus China machen Öl teurer. Ein Feuer im brasilianischen Verladehafen Santos löst derweil einen Kurssprung beim Zuckerpreis aus. Ein Pfund Rohzucker kostet so viel wie im Oktober vergangenen Jahres. Gold ist dagegen wieder etwas billiger.

Die Ölpreise sind am Freitag nach Wachstumsdaten aus China leicht gestiegen. Am Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember 109,60 US-Dollar. Das waren 0,5 mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI zur Lieferung im November stieg um 0,3 Prozent auf 101,25 Dollar.

Zum Wochenschluss verliehen Daten zum Wirtschaftswachstum in China den Ölpreisen etwas Auftrieb. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt war im dritten Quartal wie erwartet um 7,8 Prozent im Jahresvergleich gewachsen, nach 7,5 Prozent im zweiten Quartal. "Chinas Wirtschaft scheint im Vergleich zum Rest der Welt wieder stärker in Schwung zu kommen", kommentierte ein australischer Rohstoffexperte.

Experten der Commerzbank zeigten sich allerdings skeptisch mit Blick auf die weitere Entwicklung der Ölpreise. "Das Umfeld für die Ölpreise bleibt negativ", heißt es in einem Marktkommentar. Die chinesische Wirtschaft sei im dritten Quartal zwar wieder etwas stärker gewachsen, dagegen habe die Nachfrage nach Rohöl in der Volksrepublik im September den ersten Rückgang seit 17 Monaten verzeichnet.

Zuckerpreis auf Jahreshoch

Ein Feuer im brasilianischen Verladehafen Santos hat einen Kurssprung beim Zuckerpreis ausgelöst. Der US-Kontrakt auf Rohzucker stieg um bis zu 6,1 Prozent und war mit 20,16 US-Cents je Pfund so teuer wie zuletzt im Oktober 2012. Der in London gehandelte Future auf raffinierten Zucker markierte mit 529,40 Dollar je Tonne immerhin noch ein Sieben-Monats-Hoch.

"Die Kursreaktion ist durchaus gerechtfertigt", betonte Rohstoff-Experte Toby Cohen vom Zucker-Broker Czarnikow. "Santos ist schließlich der weltweit wichtigste Verladehafen für Rohzucker." Richtig problematisch werde es aber dann, wenn das derzeit auf zwei Lagerhäuser beschränkte Feuer auf die Terminals übergreife, betonte Cohen. "Die Verlade-Anlagen sind für den Weltmarkt wichtiger als der Zucker an sich."

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.317,0 Dollar und damit tiefer zum Donnerstagnachmittags-Fixing von 1.319,25 Dollar. Am Vortag war der Goldpreis innerhalb von Minuten um rund 40 Dollar auf 1.320 Dollar je Unze gestiegen, was die Commerzbank-Analysen mit "einer verstärkten Rückführung der Leerverkäufe" begründeten. 

Quelle: n-tv.de

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