Zweijahreshoch erreichtÖlpreis steigt deutlich
Mit dem Ölpreis geht es weiter hoch. Positive Konjunkturdaten und ein schwächerer Dollar tragen dazu bei. Zudem vermelden die USA ein deutlichen Abbau ihrer Lagerbestände.
Der Ölpreis hat am Mittwoch beflügelt von einem deutlichen Lagerabbau in den USA im Verlauf ein neues Zweijahreshoch markiert. An der New Yorker Rohstoffbörse Nymex verteuerte sich der führende Dezember-Kontrakt auf ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI zum Settlement um 1,3 Prozent bzw. 1,09 Dollar auf 87,81 Dollar. Das Tageshoch lag bei 88,10 Dollar, es war der höchste Stand seit Oktober 2008.
Rückenwind erhielt der Ölpreis zusätzlich von positiven Konjunkturdaten und der Dollarabwertung, nachdem die US-Notenbank erste Eckdaten für ihre angekündigten Anleiheaufkäufe genannt hatte. Die Rohöllagerbestände in den USA sind in der Woche zum 5. November im Vergleich zur Vorwoche unerwartet um 3,3 Millionen Barrel gefallen. Analysten hatten hingegen einen Anstieg um 0,8 Millionen Barrel prognostiziert. Die Kapazitätsauslastung der US-Raffinerien belief sich auf 82,4 Prozent nach 81,8 Prozent in der Vorwoche.
Damit setzte sich der seit rund zwei Monaten zu beobachtende Trend zum Abbau der US-Ölvorräte fort, nachdem diese zuvor auf den höchsten Stand seit 27 Jahren geklettert waren. Die Lagerbestände sind indes auf den niedrigsten Stand seit Juli gefallen. "Dies ist definitiv deutlich preistreibender als erwartet", fasste Rohstoffanalyst Kyle Cooper von IAF Advisors den Datenkranz zusammen. Am wichtigen Ölverladezentrum in Cushing sanken die Vorräte auf Wochensicht um den höchsten Prozentwert seit Oktober 2009.
Darüber hinaus wurde der Ölpreis zusätzlich von positiven Daten vom US-Arbeitsmarkt gestützt. Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen der US-Arbeitslosenversicherung ist in der Woche zum 6. November deutlich stärker als erwartet gesunken.