Wirtschaft
Die Lage im Nahen Osten spitzt sich zu.
Die Lage im Nahen Osten spitzt sich zu.(Foto: picture alliance / dpa)

Der Blick geht in den Nahen Osten: Ölpreise bleiben hoch

Invesoren an den Rohstoffmärkten schauen mit bangem Blick in Richtung Israel und Gaza. Zum Wochenauftakt klettert vor allem der Brent-Preis. Nach dem unerwartet hohen Anstieg stabilisiert sich nun aber der Preis.

Die Ölpreise geben im Sog der Spannungen im Nahen Osten nur einen kleinen Teil ihrer Vortagesgewinne wieder ab. Ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent verbilligt sich moderat um 0,4 Prozent auf 111,22 Dollar, US-Leichtöl der Sorte WTI um 0,7 Prozent auf 88,70 Dollar.

Am Vortag hatten Spekulationen auf Versorgungsengpässe durch den Konflikt um den Gazastreifen die Preise um 2,5 Prozent in die Höhe getrieben. Am Dienstag schalteten sich die USA in die Vermittlungsbemühungen ein. Außenministerin Hillary Clinton brach nach Jerusalem auf, um mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu über den Konflikt zu beraten. Zudem sind unter anderem Gespräche mit ägyptischen Regierungsvertretern geplant.

"Auch wenn die Kampfhandlungen noch relativ weit von den Ölförderländer weg stattfinden, so sind sich doch alle darüber einig, dass die Spannungen in der ganzen Region zunehmen", meinte ein Händler. Schließlich schwele im Nachbarland Syrien immer noch ein Bürgerkrieg. Zudem drohten die Israelis Gaza mit einer Bodenoffensive.

Gewinnmitnahmen drückten unterdessen die Preise für die meisten Industriemetalle etwas. Kupfer verbilligte sich um 0,5 Prozent auf 7764,50 Dollar je Tonne, und auch Blei und Zink kosteten etwas weniger als am Vortag. Am Montag waren die Preise deutlich gestiegen. Einige Händler führten das auf Spekulationen auf eine Einigung im US-Haushaltsstreit zurück. Ohne eine solche Einigung drohen automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhebungen, das könnte die USA in die Rezession zurückwerfen.

Quelle: n-tv.de

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