Wirtschaft
Die Talfahrt der Ölpreise scheint vorerst gebremst.
Die Talfahrt der Ölpreise scheint vorerst gebremst.(Foto: picture alliance / dpa)

Tiefpunkt erreicht?: Ölpreise erholen sich etwas

Der Absturz der Ölpreise verliert vorerst an Fahrt. Doch immer noch kostet ein Fass nur etwa 63 Dollar. Steckt hinter der Preisschwäche das Überangebot - oder doch die Konjunkturflaute?

Nach dem jüngsten Preisverfall scheint momentan ein Boden beim Ölpreis gefunden zu sein. Der Preis für ein Barrel (Fass zu 159 Liter) der richtungsweisenden Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee fiel zunächst auf ein Fünfeinhalb-Jahres-Tief von 60,28 Dollar, erholte sich dann aber wieder um 1,9 Prozent auf 63,05 Dollar.

Einige Investoren stellen sich die Frage, ob der Ölpreis-Verfall der vergangenen Monate wirklich dem Überangebot geschuldet sei. Stattdessen gebe es "vielleicht doch ein Nachfrageproblem", betonten die Analysten der Essener National-Bank in einem Kommentar.

Die kurzfristige Stabilisierung der Preise gab Ölwerten kräftig Rückenwind. Die Förderer und Verarbeiter Tullow Oil, Shell, BP, Total und Repsol gewannen zwischen 1,4 und 6,3 Prozent. Papiere der Ölindustrie-Dienstleister wie Petrofac, Schoeller-Bleckmann, SBM Offshore oder Saipem zogen ebenfalls an.

Der Goldpreis beschleunigte dagegen zwei Tage vor der Ratssitzung der US-Notenbank Fed seine Talfahrt wieder. Das Edelmetall verbilligte sich am Montag um 0,8 Prozent auf 1211,80 Dollar je Feinunze. Silber und Platin gaben am Montag ebenfalls nach. Sie verbilligten sich um 0,6 Prozent auf 16,85 Dollar je Feinunze beziehungsweise um 0,7 Prozent auf 1216,25 Dollar.

Am Markt wird seit Tagen darüber spekuliert, ob die Fed in ihrer Abschlusserklärung den Zeitraum bis zur geplanten Anhebung der Zinsen weiterhin mit "erheblich" bezeichnen wird. Falle dieser Begriff weg, wäre dies ein Signal für eine nahende Straffung der Geldpolitik, sagte Analyst Howie Lee von Philip Futures. Dies könnte den Goldpreis auf bis zu 1140 Dollar drücken.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen