Wirtschaft
Öl der Nordseesorte Brent fiel Mitte November bereits bis auf 76,76 Dollar - und legte erst danach wieder leicht zu.
Öl der Nordseesorte Brent fiel Mitte November bereits bis auf 76,76 Dollar - und legte erst danach wieder leicht zu.(Foto: picture alliance / dpa)

US-Boom lässt Goldpreis fallen: Ölpreise erholen sich leicht

Was Hausbesitzer und Autofahrer freut, ärgert Länder mit einer starken Abhängigkeit von Rohstoff-Exporten: Die Ölpreise sind im Abwärtstrend - ungeachtet kleinerer Verschnaufpausen. Ein starkes US-BIP bringt unterdessen den Goldpreis in Bedrängnis.

Die Ölpreise haben sich zwei Tage vor der wichtigen Sitzung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) am Dienstagnachmittag etwas erholt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar kostete 80,07 Dollar und damit 34 Cent mehr als noch am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Rohölsorte WTI lag am Dienstagnachmittag bei 76,08 Dollar und damit 30 Cent dem Niveau vom Montag.

Dennoch: Die Preise für Rohöl stehen seit Mitte des Jahres kräftig unter Druck - seit Ende Juni brachen sie um knapp 30 Prozent ein. Die Nordseesorte Brent fiel Mitte November bis auf 76,76 Dollar, bevor die Notierung zuletzt wieder etwas zulegte.

Bei der Opec-Tagung am Donnerstag geht es vor allem darum, ob die Mitgliedsstaaten ihre Produktion kürzen werden, um den Preis zu stützen. Die zwölf Länder der Organisation stehen für etwas 40 Prozent der Ölproduktion weltweit. Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge könnten Libyen, Irak und Iran bei möglichen Produktionskürzungen ausgenommen werden, damit deren Öleinnahmen nicht einbrechen. Unter anderem ruft das von Öleinnahmen stark abhängige Venezuela zum Handeln auf. Verbraucher profitieren dagegen stark vom Ölpreisrückgang, weil Kraftstoff- und Heizölpreise kräftig sinken.

Der Preis für den Rohstoff Gold erlebte nach Veröffentlichung der annualisierten Zahlen zum US-Wirtschaftswachstum einen Dämpfer: Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal schneller gewachsen als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Juli bis September mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 3,9 Prozent zu, wie das Handelsministerium mitteilte. Eine erste Schätzung hatte nur ein Plus von 3,5 Prozent ergeben.

Nachdem die Feinunze Gold am Morgen noch bei 1200 US-Dollar notiert hatte, ließ sie nach Bekanntwerden der positiven US-BIP-Daten am Nachmittag auf 1195 Dollar nach, erholte sich dann wieder leicht auf 1197 Dollar. Die Feinunze Silber liegt mit einem leichten Plus im Vergleich zum Vortag bei 16,61 US-Dollar.

Quelle: n-tv.de

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