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Starker Dollar belastetÖlpreise fallen

25.02.2010, 13:53 Uhr

Die erneute Aufwertung des Dollar löst Gewinnmitnahmen bei Rohöl aus. Enalysten-Einschätzungen zufolge sind die jüngsten Kursgewinne nicht gerechtfertigt.

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Dollar rauf, Öl runter. (Foto: REUTERS)

Die erneute Aufwertung des US-Dollar hat Gewinnmitnahmen bei Rohöl ausgelöst. Nach Einschätzung von Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch waren die jüngsten Kursgewinne nicht gerechtfertigt. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West

Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im April kostete 79,57 US-Dollar und damit 43 Cent weniger als am Vortag.

Am Vortag war der US-Ölpreis zeitweise deutlich über die Marke von 80 US-Dollar gestiegen. Ein Barrel der Nordseesorte

Brent fiel auf 77,76 US-Dollar. Das waren 33 Cent weniger als am Vortag.

Händler führten den Preisrückgang auf die anhaltende Stärke des US-Dollar zurück. Der Euro fiel unter die Marke von 1,35 US-Dollar. Ein steigender US-Dollar macht Rohöl in anderen Währungsräumen teurer und dämpft damit die Nachfrage. Der Euro wird nach wie vor von der Schuldenproblematik in Griechenland belastet. Neben der Lage in Europa lasteten aber auch die zuletzt eher schwachen Konjunkturdaten aus den USA auf den Ölpreisen, sagten Händler. So hatten am Mittwoch enttäuschende Daten vom US-Häusermarkt Zweifel an der Stärke der wirtschaftlichen Erholung in den USA genährt.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist unterdessen weiter gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel am Mittwoch im Durchschnitt 75,46 US-Dollar. Das waren 29 Cent weniger als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

Die anhaltende Stärke des US-Dollar hat auch Gold zu schaffen gemacht. Eine Feinunze des Edelmetalls verbilligte sich um bis zu 0,6 Prozent auf 1089,10 US-Dollar und war damit so billig wie seit zwei Wochen nicht mehr. Auch der Kupferpreisstand unter Druck. Die Tonne des Industriemetalls verbilligte sich um ein Prozent auf 7097 US-Dollar.

Quelle: dpa/rts