Wirtschaft
Rauchwolken über Tripolis: Die Kämpfe rivalisierender Milizen bedrohen die Lager- und Förderkapazitäten Libyens.
Rauchwolken über Tripolis: Die Kämpfe rivalisierender Milizen bedrohen die Lager- und Förderkapazitäten Libyens.(Foto: REUTERS)

"Gefährliche Entspannung": Ölpreise im Sinkflug

An den Rohstoffmärkten beobachten Analysten einen bemerkenswert robusten Trend. Die Notierungen für Mineralöl ziehen sich trotz offener geopolitischer Krisenherde immer weiter zurück. Mit dem Preisverfall wachse das Risiko für scharfe Anpassungsreaktionen, heißt es.

Die Ölpreise geben am zweiten Handelstag der Woche deutlich nach. Am Nachmittag kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 104,70 Dollar. Das sind 80 Cent weniger als zu Wochenbeginn. Der Preis für ein Fass der US-Referenzssorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligt sich um 67 Cent auf 97,80 Dollar.

Die zahlreichen militärischen Konflikte auf der Welt, insbesondere im ölreichen Nahen Osten, haben bislang nicht zu steigenden Ölpreisen geführt. Fachleute warnen jedoch: Der Ölmarkt befinde sich in einer "gefährlichen Tiefenentspanntheit", heißt es von den Rohstoffexperten der Commerzbank. "Damit wächst auch das Risiko eines merklichen Preisanstiegs, wenn es aufgrund der Nachrichtenlage zu einem Umdenken kommt."

Abwärts geht es auch mit den Notierungen am Markt für Industriemetalle. Der Preis für Kupfer zieht sich um 1,0 Prozent auf 7063,01 Dollar je Tonne zurück. Das für die Stahlindustrie bedeutsame Legierungsmetall Nickel kostet mit 18.591,00 Dollar je Tonne 15 Dollar weniger als zu Wochenbeginn.

Die Tonne Aluminium liegt mit 2029,01 Dollar 0,9 Prozent oder knapp 19 Dollar unter dem Vortagesniveau. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1284,75 (1290,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30.530,00 (30.490,00) Euro.

Quelle: n-tv.de

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