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Bei GE läuft es besser als bei anderen großen US-Unternehmen. CEO Jeff Immelt kann  zufrieden sein.
Bei GE läuft es besser als bei anderen großen US-Unternehmen. CEO Jeff Immelt kann zufrieden sein.(Foto: REUTERS)

Google, Microsoft, GE, Schlumberger: Quartalsbilanzen belasten Börsen

Die US-Börsen müssen nach der jüngsten Rekordjagd erst einmal durchatmen. Positiv aufgenommenen Nachrichten aus China stehen enttäuschende Zahlen von US-Technologiekonzernen gegenüber. Die Nasdaq bekommt das zu spüren.

Enttäuschende Quartalszahlen von Microsoft und Google haben am Freitag die US-Aktienbörsen belastet. Die Bilanzen belasteten vor allem den Index der Technologiebörse Nasdaq. Für Erleichterung sorgte bei Investoren eine Finanzreform in China, mit der sich Kredite für Firmen und Privatleute in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt verbilligen dürften. Vom bisherigen System profitierten besonders die großen Staatsbanken, während Privatunternehmen hohen Zinsen zahlen müssen.

Der Dow-Jones-Index schloss kaum verändert bei 15.543 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg dagegen um 0,2 Prozent und notierte zuletzt bei 1692 Stellen. Der Nasdaq-Index fiel um 0,7 Prozent auf 3587 Zähler. In Frankfurt ging der Dax mit einem Abschlag von 0,1 Prozent auf 8331 Stellen aus dem Handel.

Bilanzen geben den Takt vor

Der Suchmaschinenbetreiber Google schwächelt im Werbegeschäft und hat mit höheren Verlusten bei seiner neuen Tochter Motorola zu kämpfen. Dennoch stiegen Umsatz und Gewinn insgesamt deutlich. Mit dem Aktienkurs, der zeitweise 3,6 Prozent nachgab, ging es um 1,5 Prozent abwärts.

Microsoft musste einen Rückgang des Betriebsgewinnes um 24 Prozent hinnehmen. Der Softwarekonzern hadert mit der Ablösung klassischer PCs durch Smartphones und Tablets. Auf seinen eigenen Tablet-PC Surface musste das Unternehmen 900 Millionen Dollar abschreiben. Die Aktie stürzte um mehr als 11 Prozent ab.

Der Siemens-Konkurrent General Electric und die Erdölfirma Schlumberger übertrafen dagegen mit ihren Quartalsergebnissen die Erwartungen. GE zogen 4,6 Prozent an. Bei Schlumberger betrug der Zuwachs fast 5,4 Prozent.

Blicke Richtung Ölmarkt

Die Blicke der Investoren waren zum Wochenausklang auch auf den Ölmarkt gerichtet, wo das US-Leichtöl der US-Sorte WTI erstmals seit August 2010 kurzzeitig wieder mehr als Brent-Öl kostete. Händler nannten zwei übergeordnete Haupttreiber des WTI-Preises in der jüngsten Zeit: Die Erwartung einer konjunkturellen Erholung in den USA und einer damit verbundenen steigenden Nachfrage und die Unruhen in Ägypten.

Letztere schürten Ängste zur Versorgungssicherheit. Das Fass WTI schloss bei 108,05 Dollar, ein Cent über dem Vortagesschluss. Ein Barrel Brent wurde mit 108,23 Dollar gehandelt, zum Vortagesschluss waren 108,70 Dollar fällig.

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Quelle: n-tv.de

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