Wirtschaft
Lecker, eine Börse wie eine reife Kakaofrucht. Sie darf jetzt nur nicht verderben.
Lecker, eine Börse wie eine reife Kakaofrucht. Sie darf jetzt nur nicht verderben.(Foto: picture alliance / dpa)

Dax-Vorschau: Reif fürs Allzeithoch

Eile mit Weile: Der Dax lässt sich nicht hetzen. Aber nachdem der Dow es vorgemacht hat, ist der deutsche Leitindex langsam überreif. Marktbeobachter meinen, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis die Marke bei 8151 Punkten fällt.

Der US-Standardwerteindex Dow Jones hat es vorgemacht und der Dax wird seinem Beispiel möglicherweise bald folgen. "Die Chancen für ein neues Rekordhoch stehen nicht schlecht", sagt Aktienstratege Carsten Klude von MM Warburg.

"Wir gehen davon aus, dass sich der positive Trend der vergangenen Wochen fortsetzen wird." Kurssprünge seien aber nicht zu erwarten, betonen die Analysten von der Landesbank Berlin. Sie gehen davon aus, dass sich der deutsche Leitindex nur langsam an die bisherige Bestmarke von 8151,57 Punkten aus dem Jahr 2007 herantasten wird. In der zu Ende gehenden Woche legte er ein knappes Prozent zu auf 8052 Stellen. Damit fehlen ihm derzeit noch rund 100 Zähler bis zu einer neuen Bestmarke.

Konjunktur auf dem aufsteigenden Ast

Rückenwind für den Aktienmarkt erhoffen sich Börsianer von den anstehenden Konjunkturdaten. "Ein weiterer Anstieg insbesondere von Ifo und Einkaufsmanager-Index würde unsere Erwartung untermauern, dass die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal wieder recht kräftig gewachsen ist", sagt Commerzbank-Analyst Ralph Solveen.

Analysten prognostizieren für den Ifo-Index, der am Freitag veröffentlicht wird, einen Anstieg auf 107,7 Punkte von 107,4 Zählern im Vormonat voraus. Die Konjunkturindizes der Einkaufsmanager aus der deutschen Industrie und dem Dienstleistungssektor (Donnerstag) sind den Prognosen zufolge auf 50,5 und 55,0 Zähler gestiegen.

Am Donnerstag stehen zudem die US-Frühindikatoren und das Stimmungsbarometer der Federal Reserve Bank von Philadelphia (Philly-Fed-Index) auf der Agenda. Bei ersteren erwarten Experten einen Anstieg auf 0,3 von 0,2 Prozent. Der Philly Fed habe voraussichtlich auf minus 3,5 Punkte von minus 12,5 Zählern zugelegt.

Warten auf Bernanke

Mit Spannung warteten Anleger zudem auf die Pressekonferenz des US-Notenbankchefs Ben Bernanke am Mittwoch. Sie erhoffen sich Hinweise darauf, ob das Lager der "Falken" - also derjenigen Ratsmitglieder, die für ein vorzeitiges Ende der ultra-lockeren Geldpolitik plädieren - größer geworden ist. "Eine baldige Abkehr von der Hochdruck-Betankung der Märkte mit Fed-Liquidität sollte sich so oder so aber kaum ableiten lassen", betont Kapitalmarkt-Analyst Hans-Jörg Naumer von Allianz Global Investors.

Bilanzsaison nähert sich Ende

In der neuen Woche laden zahlreiche Unternehmen zu ihren Bilanz-Pressekonferenzen ein. Hierzu gehören BMW (Dienstag), Stada (Donnerstag) und Salzgitter (Freitag). In vielen Fällen sind die Eckdaten allerdings schon bekannt. United Internet will am Donnerstag Zahlen für das abgelaufene Jahr vorlegen. Parallel dazu gewährt Praktiker Einblick in seine Bücher.

Quelle: n-tv.de

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