Wirtschaft
Acht Cent: Brent fällt, WTI steigt.
Acht Cent: Brent fällt, WTI steigt.(Foto: REUTERS)

Inder treiben den Goldpreis: Rohöl wägt China und Indien ab

Konjunktursignale aus den Nummern 2 und 3 in der Rangliste der weltgrößten Volkswirtschaften sorgen an den Rohstoffmärkten für gegenläufige Signale: Peking profitiert von ermutigenden Exportdaten, Tokio muss einen Rückfall in die Rezession fürchten.

Im Handle mit Rohöl haben sich die Notierungen zu Wochenbeginn zunächst kaum bewegt. Am frühen Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Dezember-Lieferung 109,32 US-Dollar. Das waren 8 Cent weniger als vor dem Wochenende. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg indes leicht um acht Cent auf 86,15 Dollar.

Händler nannten zur Begründung gegenläufige Faktoren am Ölmarkt: Während die jüngsten China beschwört "Stabilisierung" auf eine Stabilisierung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft hindeuten, ist die weltweit drittgrößte Wirtschaft Japans im dritten Quartal deutlich geschrumpft. Für Japan war es der erste Japans Wirtschaft schrumpft seit Ende 2011. Dies dürfte den ohnehin großen Druck auf die japanische Notenbank, ihre sehr expansive Geldpolitik weiter zu lockern, nochmals erhöhen.

Die Feinunze Gold verteuertr sich im asiatisch geprägten Handel noch einmal um 0,1 Prozent auf 1733 Dollar, nachdem es bereits in der vergangenen Woche um 3,4 Prozent aufwärts gegangen war. Das war der stärkste Wochengewinn seit Januar.

Gold profitiert nach Einschätzung von Edelmetallexperten von der Erwartung einer neuen Runde von quantitativen Lockerungen der US-Notenbank nach Präsident Barack Obamas Wiederwahl.

Außerdem steigt derzeit die Nachfrage nach Gold sprunghaft an. In Indien stehen die hohen Feiertage "Diwali" (etwa: Lichterfest) an. Im Vorfeld der kulturell tief verankerten Festlichkeiten zieht in der indischen Schmuckindustrie regelmäßig die Gold-Nachfrage sehr stark an.

Quelle: n-tv.de

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