Freitag, 23. März 2007
Kupfer gefragt: Rohöl wieder teurer
Nach anfänglichen Kursverlusten hat sich Rohöl am Freitag weiter verteuert. Die beiden führenden Sorten Brent und WTI legten jeweils rund 1,5 Prozent auf 63,51 beziehungsweise 62,47 Dollar je Barrel (159 Liter) zu. Als Auslöser für die Trendwende nannten Börsianer die Festnahme von 15 Matrosen der britischen Marine im Persischen Golf durch iranische Truppen. "Das sorgt kurzfristig für erhöhte Nervosität am Markt", sagte eine von ihnen. Bislang sei es aber unwahrscheinlich, dass dieser Vorfall zu einer längerfristigen Krise führe. Großbritannien forderte Iran zur sofortigen Freilassung der Matrosen auf.
Auch Kupfer baute seine Vortagesgewinne aus. Das für Stromkabel und Wasserrohre verwendete Metall verteuerte sich auf 6805 Dollar je Tonne. "Die Nachfrage aus China steigt deutlich und ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von elf Prozent 2007 deutet nicht auf ein Ende des Trends", schrieben die Analysten von Dresdner Kleinwort in einem Marktkommentar. "Wir gehen davon aus, dass Kupfer dieses Jahr auf bis zu 7600 Dollar steigt."
Nickel gab dagegen nach und verbilligte sich auf 44.490 Dollar je Tonne. Börsianer sprachen von Gewinnmitnahmen. Das für die Stahlherstellung wichtige Metall war vergangene Woche auf ein Rekordhoch von 48.500 Dollar gestiegen.
Bei den Edelmetallen behauptete Gold seine jüngsten Kursgewinne. Eine Feinunze (31,1 Gramm) kostete 662,70 Dollar. "Der Ausblick für Gold bleibt positiv, denn der Dollar wird sich voraussichtlich weiter abschwächen", betonte ein Börsianer. Außerdem sorge der steigende Ölpreis für Unterstützung. "Allerdings bleibt das Metall anfällig für Gewinnmitnahmen." Ein steigender Ölpreis verstärkt üblicherweise die Nachfrage nach Gold, weil sich Anleger dadurch gegen Inflationsrisiken absichern wollen. Ein fallender Dollar-Kurs macht das Edelmetall für Anleger außerhalb der USA billiger.
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