Wirtschaft

Risikolaune steigt: Rohstoffpreise klettern hoch

Angesichts der Annäherungen im US-Haushaltsstreit wagen sich die Anleger an den Rohstoffmärkten wieder vor und lassen die Preise steigen. Gleichzeitig sinken jedoch die Umsätze – langsam kehrt bereits die Weihnachtsruhe ein.

An den Rohstoffmärkten werden vor Weihnachten immer kleinere Mengen gehandelt.
An den Rohstoffmärkten werden vor Weihnachten immer kleinere Mengen gehandelt.(Foto: dpa)

Die Aussicht auf ein baldiges Ende des US-Haushaltsstreits hat die Anleger auch am Rohstoffmarkt wieder mutiger werden lassen. Da zudem der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex etwas besser als erwartet ausfiel, setzten viele Anleger auf eine weltweit bessere Konjunkturentwicklung als bislang erwartet. Ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent kostete mit 109,69 Dollar 0,8 Prozent mehr. Der Preis für US-Leichtöl der Sorte WTI stieg um 0,5 Prozent auf 88,35 Dollar. "Es gibt Zuversicht über die Entwicklung in den USA", erklärte ein Händler. Unterstützt wurde die Entwicklung vom Kursrückgang des Dollar, denn dadurch werden die in Dollar gehandelten Rohstoffe für Euro-Anleger günstiger.

Allerdings hielten sich mit Blick auf den Jahreswechsel schon viele Anleger an den Rohstoffmärkten zurück. So bewegten sich die Preise für die Industriemetalle kaum noch. Kupfer kostete mit 8010,75 Dollar je Tonne etwa so viel wie am Vorabend. Aluminium zog dagegen um 0,9 Prozent auf 2118 Dollar an.

Bei den Edelmetallen glänzte Gold mit 1673 Dollar je Feinunze ziemlich matt und erholte sich mit plus 0,2 Prozent kaum von den Vortagesverlusten. Das Edelmetall hatte am Vorabend im späten New Yorker Geschäft um fast zwei Prozent nachgegeben. Händler hatten dafür technische Faktoren sowie die zunehmende Risikobereitschaft der Anleger verantwortlich gemacht. Zeitweise hatte der Preis mit 1661,01 Dollar ein 3-1/2-Monatstief erreicht. Die Preise für Silber und Platin bewegten sich kaum.

Quelle: n-tv.de

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