Wirtschaft
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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Kaum Bewegung erwartet : Still ruht der Dax

Die deutschen Standardwerte werden nach dem kräftigen Anstieg am Vortag vorausscihtlich eine Verschnaufpause einlegen. Im Fokus steht mit dem Eurogruppen-Treffen einmal mehr die europäische Schuldenkrise.

Die Dax-Anleger dürften sich zum Handelsstart mit Käufen zurückhalten. Händlern zufolge verunsichern die Herunterstufung der Bonität Frankreichs sowie das Treffen der Euro-Finanzminister die Investoren.

Die Ratingagentur Moody's hat Frankreich wegen Reformmangel das wertvolle Spitzenrating "AAA" entzogen. In Brüssel kommt die Euro-Gruppe zusammen, um über die Lage im hoch verschuldeten Griechenland zu entscheiden. Auf dem Treffen soll zumindest geklärt werden, wie die Finanzlücken des Staates bis 2014 geschlossen werden können. Ob es wirklich Entscheidungen gibt, ist nach Angaben des Bundesfinanzministeriums unklar.

Schwache Vorgaben lieferten die Börsen in Asien: Der Nikkei-Index verlor 0,1 Prozent, der Shanghai-Composite 0,4 Prozent.

An der Wall Street hatte die Hoffnung auf eine Einigung im US-Haushaltsstreit die Börse zu Wochenbeginn nach oben getrieben. Der Dow-Jones-Index rückte um 1,7 Prozent, der S&P 500 um zwei Prozent und der Nasdaq-Composite um 2,2 Prozent vor. Der Dax war mit einem Plus von 2,5 Prozent auf 7124 Zähler aus dem Handel gegangen.

Der Dax hatte am Vortag nur knapp unter Tageshoch geschlossen. Von der gestiegenen Risikobereitschaft profitierten besonders Werte, die in der Vorwoche noch abverkauft wurden. Tagessieger waren Infineon, die um 6,2 Prozent stiegen. Jefferies hatte die Aktie hochgestuft. Von einem nicht zu starken Abbremsen der Weltwirtschaft profitierten auch die Automobilhersteller.

BMW legten um 5 Prozent zu, VW erhöhten sich um 4 Prozent. Hochtief standen mit Spekulationen über eine mögliche Zerschlagung im Blick. Der Mutterkonzern ACS tauscht den Vorstand aus. Dies wird als Zeichen gesehen, den Widerstand der deutschen Vorstände gegen Teilverkäufe zu brechen. Hochtief kletterten um 5,1 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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