Montag, 01. März 2010
Chile und China als Faktor: Tokio schließt fester
(Foto: ASSOCIATED PRESS)
Die Börsen in Fernost haben sich zum Wochenauftakt fester präsentiert. In Australien und Japan profitierten die Aktien von Bergbauunternehmen von dem vorübergehenden Produktionsstopp in chilenischen Minen infolge des Erdbebens. Der Kupferpreis stieg zeitweise auf den höchsten Stand seit fünf Wochen. Chile ist der weltgrößte Kupferproduzent. Die Aktien von Sumitomo Metal Mining legten 1,1 Prozent zu. Der Aufwärtstrend wurde an den asiatischen Börsenplätzen jedoch von Daten gebremst, wonach die Industrieproduktion in China im vorigen Monat nachgelassen hat.
In Tokio gewann der 225 Werte umfassende Nikkei-Index dennoch 0,5 Prozent auf 10.172 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index schloss ebenfalls 0,5 Prozent im Plus bei 898 Zählern. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Taiwan, Singapur und der chinesische Leitindex notierten fester.
Defensiv ist in
In Tokio stützten vor allem defensive Titel die Kurse, während einige Exportwerte aus Furcht vor einem zu starken Yen unter Druck gerieten. Die Aktien des Telekom-Konzerns KDDI gewannen 2,5 Prozent. Die Papiere des Autobauers Toyota gaben indes um 1,1 Prozent nach. Ein Kongressausschuss in den USA hat nach Angaben vom Freitag Beweise gefunden, dass Toyota regelmäßig Daten zurückgehalten hat, die der Konzern an die Justiz hätte übergeben müssen. Der Autobauer steht seit Wochen wegen einer Pannenserie unter Druck.
Die New Yorker Börsen hatten am Freitag etwas fester geschlossen. Positiv stimmte die Anleger, dass sich die größte Volkswirtschaft der Erde zum Jahresende noch stärker gefangen hat als bislang angenommen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss kaum verändert mit 10.325 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,1 Prozent auf 1104 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,2 Prozent auf 2238 Punkte.
Devisenmarkt spekuliert
Der Euro konnte im fernöstlichen Handel nur zeitweise zulegen. Die europäische Einheitswährung tendierte nach Börsenschluss in Tokio mit 1,3612 Dollar auf dem Niveau vom späten Freitagabend. Devisenhändler führten die anfänglichen Aufschläge auf Spekulationen zurück, dass Politiker der Eurozone kurz davor stünden, ein Rettungspaket für das krisengeschüttelte Griechenland zu schnüren. Der Dollar wurde zur japanischen Währung mit 89,22 Yen nach 88,86 Yen in New York bewertet.
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