Wirtschaft
(Foto: dpa)

Euro-Finanzminister kriegen die Kurve: Tokios Börse schließt fester

Anleger in Tokio zeigen sich erleichtert über die Griechenlandhilfe. Andererseits hatten sie mit einer Lösung in der Frage schon gerechnet. Deswegen halten sich die Aufschläge auch in Grenzen.

Die Brüsseler Einigung auf ein neues Griechenland-Paket und die Abschwächung des Yen haben die Aktienkurse in Tokio am vierten Handelstag in Folge anziehen lassen.

Der Nikkei-Index für 225 führende Werte schloss erstmals seit dem 27. April wieder über der Marke von 9400 Punkten. Zum Handelsende notierte der Nikkei-Index ein Plus von 34,36 Punkten oder 0,37 Prozent beim Stand von 9423,30 Punkten. Der breit gefasste Topix verbesserte sich um 2,10 Punkte oder 0,27 Prozent auf 781,60 Zähler.

Die internationalen Geldgeber hatten sich zuvor grundsätzlich auf die Auszahlung neuer Hilfen an Griechenland von fast 44 Mrd. Euro verständigt. Davon sollen 34,4 Mrd. Euro noch im laufenden Jahr fließen, um eine drohende Staatspleite abzuwenden. Zwar zeigte sich die Börse in Tokio erleichtert über die Griechenlandhilfe, andererseits hatte man am Markt mit einer Lösung in der Frage schon gerechnet. Deswegen hielten sich die Aufschläge auch in Grenzen.

Für die Gewinne sorgten vor allem Finanz- und Immobilientitel. Investoren konzentrierten sich vor allem auf Unternehmen, die von der heimischen Nachfrage abhängig sind. Exportwerte standen dagegen auf den Verkaufszetteln. Sie hatten deutlich zugelegt, weil nach Erwartung der Anleger der schwächere Yen die Gewinne der Exporteure steigen lässt. Analysten sagten, die Gewinnmitnahmen seien normal.

Der Euro notierte in Tokio um 15 Uhr Ortszeit zum Yen fester mit 106,87-88 Yen nach 106,59-63 Yen am späten Vortag. Zum Dollar lag der Euro fester bei 1,2986-88 Dollar nach 1,2972-73 Dollar am Vortag. Der Dollar wurde zum Yen leichter mit 81,27-30 Yen gehandelt nach 82,17-18 Yen am späten Vortag.

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen