Wirtschaft
Die Berichtssaison nimmt am Dienstag erst so richtig Fahrt auf.
Die Berichtssaison nimmt am Dienstag erst so richtig Fahrt auf.(Foto: AP)

"Morgen beginnt die Flut": US-Anleger sammeln sich nur kurz

Hoffnungsvoll startet der Handel an der Wall Street zunächst. Dann schlagen die Konjunkturängste wieder durch. Zudem warten zahlreiche Quartalsbücher auf ihre Öffnung. Die Spannung steigt.

Die US-Börsen haben am Montag deutlich schwächer tendiert. Nach einem schwachen Auftakt lag der S&P-Index am Montag zeitweilig auf dem niedrigsten Stand seit Mai. Experten verwiesen auf die weltweit schwache Konjunktur. Im weiteren Verlauf drehten die wichtigsten Indizes ins Plus, nur um später wieder abzufallen. An dem Feiertag Columbus Day wurden geringere Umsätze erwartet.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 16.321 Punkten 1,35 Prozent im Minus. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 1874 Zählern 1,6 Prozent tiefer aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq verlor fast 1,5 Prozent und schloss bei 4213 Punkten. In Frankfurt schloss der Dax mit 8812 Punkten 0,3 Prozent im Plus.

"Geduldig sein"

Seit Tagen ist die Entwicklung der Weltwirtschaft ein zentrales Thema an den Aktienmärkten. Sie ist auch wichtig für die Entscheidung der US-Notenbank, wann die Zinswende eingeleitet werden soll. "Wir sollten außerordentlich geduldig sein", erklärte Charles Evans von der Fed in Chicago.

Wichtiges Thema in New York war die beginnende Berichtssaison für die US-Unternehmen. "Morgen beginnt die Flut", erklärte Peter Cardillo von Rockwell Global Capital. In den kommenden Tagen sollen unter anderem JP Morgan, Intel, American Express und General Electric (GE) ihre Bücher öffnen.

FCA legt vor

Bei ihrem Wall Street-Debüt legten die Aktien des fusionierten italienisch-amerikanischen Autobauers Fiat Chrysler (FCA) knapp 3 Prozent zu. Die Titel des Konkurrenten Ford verloren knapp 2 Prozent, die von General Motors (GM) gaben 1,5 Prozent nach.

In den USA sorgte die Infektion einer Klinik-Mitarbeiterin mit Ebola für großes Interesse an einigen kleineren Spezialunternehmen. Die Papiere des Schutzmasken-Produzenten Alpha Pro stiegen um 35 Prozent auf einen neuen Höchststand.

Quelle: n-tv.de

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