Wirtschaft
Da sind sie, die Daten - nur, was bedeuten sie?
Da sind sie, die Daten - nur, was bedeuten sie?(Foto: REUTERS)

Starke Zahlen kontern Fed-Debatte: US-Börsen drehen ins Plus

Die Diskussion um eine absehbare Abschwächung der Anleihekäufe belastet die Wall Street. Allerdings sorgen vor allem Unternehmensberichte dafür, dass am Ende ein deutliches Plus steht. Vor allem im Nasdaq glänzen die Firmen - allen voran Tesla und Groupon.

Die Kurse an der Wall Street haben sich am Donnerstag nach einem zwischenzeitlichen Einbruch wieder gefangen. Nachdem Richard Fisher, Fed-Präsident in Dallas, erneut eine mögliche Absenkung der Anleihekäufe durch die US-Notenbank bereits im September ins Spiel gebracht hatte, waren die US-Börsen kurzzeitig ins Minus gerutscht. Da in den vergangenen drei Tagen jedoch bereits zahlreiche Notenbanker eine kurz bevorstehende Wende in der US-Geldpolitik angekündigt hatten und die Aussagen von Fisher damit wenig Neuigkeiten lieferten, zogen die Kurse schnell wieder an und schlossen in der Gewinnzone.

Für Unterstützung sorgten positive Konjunkturdaten. China hatte frische Daten zur Handelsbilanz vorgelegt, die Mut machten. Sowohl die Importe als auch die Exporte legten stärker zu als erwartet. Im Übrigen machten Unternehmenszahlen die Kurse.

Gestützt von Gewinnen bei Microsoft, Tesla und Groupon legte der Nasdaq Composite um 0,4 Prozent auf 3669 Punkte zu, während der S&P-500 ebenfalls um 0,4 Prozent auf 1697 Punkte anzog und der Dow-Jones-Index lediglich 0,2 Prozent auf 15.498 Punkte gewann. Der Dax war in Frankfurt 0,7 Prozent fester aus dem Handel gegangen.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren in der vergangenen Woche leicht gestiegen. Im Vergleich zur Vorwoche erhöhte sich die Zahl auf saisonbereinigter Basis um 5000 auf 333.000 Anträge, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Volkswirte hatten einen Anstieg auf 335.000 vorhergesagt.

Für die Vorwoche wurde die Zahl der Erstanträge leicht nach oben revidiert, auf 328.000 von zuvor 326.000. Dennoch blieb die leichte Erholung des Arbeitsmarktes intakt, auch wenn sie sich auf niedrigem Level bewegt. Der Wert für den weniger volatilen gleitenden Vierwochendurchschnitt fiel gegenüber der Vorwoche um 6.250 auf 335.500, was das niedrigste Niveau seit November 2007 bedeutet. In der Woche zum 27. Juli erhielten den weiteren Angaben zufolge 3,018 Millionen Personen Arbeitslosenunterstützung. Dies war eine Zunahme gegenüber der Vorwoche um 67.000.

Tesla rasen davon

Die Aktien von Tesla gehörten zu den Tagesgewinnern. Sie kletterten um 14,3 Prozent auf 153,48 Dollar, nachdem das Unternehmen die Markterwartungen im abgelaufenen Quartal sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz übertroffen hatte.

Gefragt waren zudem die Papiere von Microsoft mit einem Plus von 2,6 Prozent auf 32,89 Dollar. Sie profitierten dabei vor allem von dem zunehmenden Erfolg des Konzerns auf dem Smartphonemarkt. Zwar rangiert Windows Phone nach wie vor deutlich hinter den Smartphonebetriebssystemen von Google und Apple, jedoch holt Microsoft auf. Im zweiten Quartal steigerte die Softwareschmiede ihren Anteil auf dem Smartphonemarkt von 3 auf 4 Prozent.

Mit Groupon standen die Aktie eines weiteren Pioniers im Fokus. Gestützt durch einen besser als erwarteten Umsatz, ein Aktienrückkaufprogramm und eine Hochstufung durch UBS von "Sell" auf "Neutral" zogen die Anteilsscheine um 21,56 Prozent auf 10,60 Dollar kräftig an und kosten damit das erste Mal seit 13 Monaten wieder mehr als 10 Dollar.

Gestützt von Spekulationen über einen erneuten Führungswechsel zogen die Aktien von J.C. Penney um 6,7 Prozent auf 13,66 Dollar an. Der Einzelhändler sucht gut informierten Kreisen zufolge Ersatz für den Interims-Chef Myron "Mike" Ullman. Er hatte die Leitung des Wal-Mart-Wettbewerbers erst vor vier Monaten übernommen und bislang wenig Erfolg, das Ruder bei dem schwächelnden Unternehmen rumzureißen.

Quelle: n-tv.de

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