Wirtschaft

Vor Zinsentscheidung: US-Börsen fast unverändert

Die US-Börsen haben am Montag nahezu unverändert geschlossen. Vor der Veröffentlichung neuer Inflationsdaten und der nächsten Zinsentscheidung der US-Notenbank verhielten sich viele Investoren abwartend. Im Plus lagen die Aktien von Unternehmen der Energiebranche, die von einer Stabilisierung des Ölpreises profitierten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss kaum verändert bei 11.555 Punkten, nachdem er sich im Handelsverlauf zwischen 11.528 und 11.588 Punkten bewegt hatte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,1 Prozent auf 1321 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq lag zum Handelsschluss unverändert bei 2236 Punkten.

Die Entwicklung sei durch die bevorstehende Veröffentlichung des Erzeugerpreisindex am Dienstag und die Fed-Sitzung am Mittwoch bestimmt, sagte Peter Cardillo von SW Bach. Von den Erzeugerpreiszahlen für den August erhoffen sich die Anleger Aufschluss über das Tempo der Inflation und damit die Aussichten für die Zinsentwicklung. Bei der Fed-Sitzung wird zwar keine Anhebung des Schlüsselsatzes erwartet. Allerdings rechnen viele Investoren noch vor Jahresende mit einem Zinsschritt, der Kredite für die Unternehmen verteuern würde.

Größter Verlierer im Dow Jones war die Baumarktkette Home Depot. Ihre Aktie verlor 1,72 Prozent an Wert auf 36,58 Dollar, nachdem sie von Credit Suisse herabgestuft worden war. Im Minus lag auch das Papier des Autoherstellers Ford. Es sank ebenfalls nach einer Herabstufung um 2,49 Prozent auf 7,82 Dollar. Im vorbörslichen Handel hatte es noch Kursgewinne verzeichnet. Grund war der Bericht eines Branchenblattes, dass es Gespräche mit dem Konkurrenten General Motors über eine Fusion oder Zusammenarbeit gegeben habe.

Die Aktie von First Data stürzte um 7,61 Prozent auf 41,25 Dollar ab, nachdem die zu dem Konzern gehörende Überweisungsgesellschaft Western Union auf eine Belastung ihrer Gewinnaussichten durch die Einwanderungsdebatte in den USA hinwies.

Der Preis für leichtes US-Rohöl schloss mit einem Plus von 47 Cent bei 63,80 Dollar pro Barrel (159 Liter), nachdem er in der vergangenen Woche seinen stärksten Einbruch seit mehr als einem Jahrzehnt erlebt hatte. Die Aktie des Ölkonzerns Exxon Mobil gewann in der Folge 2,55 Prozent auf 66,30 Dollar. Das Papier des Ölfeldausrüsters Schlumberger legte 4,55 Prozent auf 58,84 Dollar zu.

Im Nasdaq gehörten Firmen der Chip-Industrie zu den Gewinnern. Die Aktie von Freescale Semiconductor lag 5,65 Prozent im Plus bei 39,26 Dollar, nachdem das Unternehmen einem Übernahmeangebot in Höhe von 17,6 Milliarden Dollar (13,9 Milliarden Euro) durch eine Gruppe von Beteiligungsfirmen zugestimmt hatte. Der Chip-Zulieferer Applied Materials wurde mit einem Kursaufschlag von 3,37 Prozent auf 17,78 Dollar für die Nachricht belohnt, er habe eigene Aktien im Wert von 2,5 Milliarden Dollar zurückgekauft.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,5 Milliarden Aktien den Besitzer. 1625 Werte legten zu, 1696 gaben nach und 158 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,94 Milliarden Aktien 1486 im Plus, 1525 im Minus und 145 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 4/32 auf 100-15/32. Sie rentierten mit 4,812 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 7/32 auf 93-12/32 und hatten eine Rendite von 4,929 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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