Konjunkturdaten verunsichernUS-Börsen geben nach
Schlechte Konjunkturdaten haben die New Yorker Wall Street zum Wochenausklang wieder auf Talfahrt geschickt. Das Verbrauchervertrauen in den USA ist im August so stark geschwunden wie seit März nicht mehr.
Dies schürte Zweifel, ob die größte Volkswirtschaft tatsächlich wie zuletzt nach den Quartalsberichten gedacht auf dem Weg der Besserung ist. Boeing verdarb zudem mit weiteren Problemen beim Dreamliner die Kauflaune.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging am Freitag nach einer durchwachsenen Woche mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 9321 Punkte aus dem Handel, nachdem er im Verlauf zwischen 9232 und 9401 Punkten gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 0,9 Prozent auf 1004 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 1,2 Prozent auf 1985 Punkte ein.
Niemand erwarte, dass die Verbraucher die USA bald aus der Rezession herausführten, aber ein solcher Vertrauensschwund habe wirklich Folgen für die Märkte, begründete Tim Ghriskey von Solaris Asset Management den Abwärtssog. Die Zuversicht der Konsumenten werde erst wieder zurückkehren, wenn die Arbeitslosigkeit abnehme, so Chad Morganlander. Der Konsum macht zwei Drittel der US-Wirtschaft aus.
Die Zahlen passten zu den schlechten Einzelhandelsdaten vom Donnerstag und zur Bilanz von JC Penney. Der Einzelhändler verbuchte im zweiten Geschäftsquartal einen Nettoverlust von einer Million Dollar nach einem Gewinn von 117 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum und gab einen schlechten Ausblick. Die Aktie fiel 6,2 Prozent.
Die Modekette Abercrombie & Fitch legte dagegen an Wert zu, obwohl sie einen Quartalsverlust und einen Umsatzeinbruch um 23 Prozent verbucht hat. Der Konzern erklärte, er sei bei seiner Expansionsstrategie auf Kurs. Die Aktie stieg um 3,9 Prozent.
Die Boeing-Aktie brach wegen der Produktionsprobleme beim neuen Flaggschiff 787 um 3,8 Prozent ein.