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Dow zeitweise unter 10.000US-Börsen machen schlapp

04.02.2010, 22:42 Uhr

Sorgen über ausufernde Staatsdefizite in einer Reihe von Euro-Staaten belasten die New Yorker Börsen am Donnerstag. Auch schwache Daten vom US-Arbeitsmarkt drücken auf die Stimmung der Anleger.

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(Foto: REUTERS)

Der Dow Jones ist am Donnerstag, belastet von Sorgen um die Eurozone und enttäuschenden Konjunkturdaten, erstmals seit November 2009 zeitweise unter 10.000 Punkte gefallen. Zum Schluss verzeichnete der Index einen Abschlag von 2,61 Prozent auf 10.002,18 Zähler und schloss damit nur hauchdünn über der psychologisch wichtigen Marke. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 3,11 Prozent auf 1063,11 Punkte. An der Nasdaq büßte der Composite-Index 2,99 Prozent auf 2125,43 Punkte ein. Der Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 2,90 Prozent auf 1732,99 Punkte.

Nach Griechenland stünden jetzt Portugal und Spanien im Brennpunkt der Spekulationen über Finanzierungsprobleme der Eurozonen-Länder, hieß es am Markt. Die Risikoprämien auf deren Staatsanleihen seien deutlich gestiegen. In den USA hatte zudem die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend zugelegt, was mit Blick auf den großen Arbeitsmarktbericht am Freitag Sorgenfalten hinterließ.

Cisco Systems kletterten um 0,22 Prozent auf 23,12 US-Dollar und waren damit einziger Wert im Dow Jones mit Kursgewinnen. Der weltgrößte Netzwerkausrüster hatte am Mittwoch nach Börsenschluss Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal vorgelegt und einen Blick auf die Zukunft gewagt. Sowohl die Zahlen als auch die Prognosen für den weiteren Geschäftsverlauf seien besser als am Markt erwartet ausgefallen, sagten Händler.

Visa gaben nach einem festen Start schließlich 0,56 Prozent auf 83,05 Dollar ab. Auch der weltgrößte Kreditkarten-Anbieter hatte am Vorabend nach Ertönen der Schlussglocke Quartalszahlen vorgelegt. Das erste Viertel des laufenden Geschäftsjahres hatte das Unternehmen mit einem höheren Gewinn als von Experten vorhergesagt abgeschlossen. Bei Mastercard hatte die Entwicklung des Quartalsgewinns hingegen enttäuscht. Die Titel des Visa-Konkurrenten brachen um 10,29 Prozent auf 222,11 Dollar ein.

Kraft Foods gaben 0,32 Prozent auf 28,39 Dollar ab. Der Lebensmittelkonzern will laut einem Zeitungsbericht zur Finanzierung der Übernahme des britischen Süßwarenherstellers Cadbury eine Milliardenanleihe begeben. Wie die "Financial Times" mit Verweis auf mit dem Vorgang vertraute Personen berichtete, will der US-Konzern mindestens vier Milliarden Dollar aufnehmen, um einen Teil des 19 Milliarden Dollar schweren Zukaufs zu stemmen.

Burger King gewannen 2,91 Prozent auf 18,01 Dollar. Die Schnellrestaurant-Kette hatte im zweiten Geschäftsquartal mehr verdient und umgesetzt als am Markt erwartet worden war. Die Titel des größeren Konkurrenten McDonald's gaben 0,92 Prozent auf 64,61 Dollar ab.

Colgate-Palmolive verloren unterdurchschnittliche 1,42 Prozent auf 79,67 Dollar. Der Konsumgüterhersteller will 40 Millionen eigene Anteilscheine zurückkaufen. Auf der Basis des Schlusskurses hat das Programm ein Volumen von gut 3 Milliarden Dollar. Zudem will das Unternehmen die Dividende um 20 Prozent erhöhen.

Quelle: dpa