Wirtschaft
Mit den Absatzzahlen für Dezember stehen an der Börse Auto-Aktien im Fokus. Hier die Felge eines neuen 2015 Ford Mustang GT.
Mit den Absatzzahlen für Dezember stehen an der Börse Auto-Aktien im Fokus. Hier die Felge eines neuen 2015 Ford Mustang GT.(Foto: REUTERS)

Wohin geht die Börsenreise?: Wall Street bleibt wachsam

Der Dow Jones schafft zwar ein kleines Plus. Doch die anderen US-Indizes halten sich sehr bedeckt. Ein klarer Trend ist noch nicht in Sicht. Mehr Klarsicht wird es erst in der kommenden Woche mit neuen Konjunkturdaten geben. Im Fokus stehen die Autobauer.

Die meisten wichtigen US-Indizes haben am Freitag ihre Gewinne nicht halten können. In einem insgesamt umsatzarmen Geschäft hielt sich bis Handelsschluss nur noch der Dow-Jones-Index im Plus. Er beendete den Tag mit einem Aufschlag von 0,17 Prozent bei 16 469,99 Punkten. In der feiertagsbedingt verkürzten Jahresübergangswoche zeigte sich der US-Leitindex damit fast unverändert: Er gab um 0,05 Prozent nach.

Der S&P-500-Index sank am Freitag um minimale 0,03 Prozent auf 1831,37 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 0,70 Prozent auf 3538,73 Punkte.

Mangels wichtiger Konjunkturdaten habe sich das Marktinteresse vor allem auf die Reden einiger US-Notenbanker gerichtet, hieß es. Im Dezember hatte die Fed beschlossen, das Volumen der monatlichen Anleihekäufe ab Januar von 85 auf 75 Milliarden US-Dollar zu reduzieren. Nun habe in Philadelphia unter anderem der dortige Notenbankpräsident Charles Plosser vor rasch steigenden Zinsen gewarnt, sagten Marktteilnehmer. Auch der scheidende Fed-Chef Ben Bernanke befand sich unter den Rednern in Philadelphia.

Unter den Einzelwerten standen Autowerte nach US-Absatzzahlen für Dezember im Blick. Die Aktien von Ford stiegen um 0,45 Prozent, während die von General Motors (GM) um 3,37 Prozent absackten. Ford hatte seinen Absatz gesteigert, wenn auch nicht ganz so deutlich wie erwartet. GM hingegen meldete einen Rückgang und enttäuschte die Analystenerwartungen deutlich, da diese mit einem leichten Zuwachs gerechnet hatten.

Um nahezu 40 Prozent auf 57,02 US-Dollar schossen die Papiere von FireEye nach oben. Der erst im September 2013 mit einem Ausgabepreis von 20 Dollar je Aktie an die Börse gegangene IT-Dienstleister hatte angekündigt, Mandiant für 1,05 Milliarden Dollar zu übernehmen. Mandiant ist ein Hersteller von Sicherheitssoftware.

Eine Studie von Stifel Nicolaus drückte die Titel von Sprint um 4,42 Prozent nach unten. Die Analysten rechnen nicht damit, dass das US-Mobilfunkunternehmen die kartellrechtliche Genehmigung für eine Fusion mit T-Mobile US erhält. Das Papier der US-Tochter der Deutschen Telekom sank um 3,27 Prozent.

Der Kurs des Euro fiel im US-Geschäft unter die Marke von 1,36 Dollar und stand zum Handelsschluss an der Wall Street bei 1,3582 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3634 (Donnerstag: 1,3658) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7335 (0,7322) Euro. Am Rentenmarkt verloren richtungweisende zehnjährige Anleihen 2/32 Punkte auf 97 27/32 Punkte und rentierten mit 3,00 Prozent.

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Quelle: n-tv.de

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