Wirtschaft
Die guten Nachrichten sind in New York angekommen.
Die guten Nachrichten sind in New York angekommen.(Foto: REUTERS)

China-Exporte machen Mut: Wall Street fasst Zutrauen

Ermutigende Nachrichten aus Übersee erreichen die Wall Street. China meldet einen deutlich höheren Handelsbilanzüberschuss als erwartet, und das krisengeschüttelte Spanien gewinnt mehr und mehr das Vertrauen der Anleger zurück. Das kommt gut an.

Ein überraschend kräftiges Plus der chinesischen Exporte hat die Wall Street gestützt und den S&P auf den höchsten Stand seit fünf Jahren getrieben. Die Ausfuhren der zweitgrößten Volkswirtschaft legten im Dezember so stark zu wie seit sieben Monaten nicht. Das Plus fiel deutlich höher aus als von Experten erwartet. Lange hielten sich die Gewinne an den US-Börsen in Grenzen, der S&P kam zunächst nicht über die starke Widerstandsmarke, knackte das Fünf-Jahreshoch dann aber doch noch. Die EZB-Sitzung spielte an der Wall Street kaum eine Rolle. Die Europäischen Zentralbank erteilte einer baldigen Zinssenkung eine Abfuhr.

Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 13.471 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte der Leitindex zwischen 13.382 und 13.478 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,5 Prozent auf 1472 Zähler vor. Die Technologiebörse Nasdaq legte 0,5 Prozent auf 3121 Punkte zu.

Der Dax in Frankfurt ging mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 7708 Zählern aus dem Handel. Auch der EuroStoxx50 schloss bei 2706 Zählern nahezu unverändert. Da eine Auktion spanischer Anleihen überraschend gut lief, setzten Anleger auf den Euro und trieben die Gemeinschaftswährung deutlich über die Marke von 1,32 Dollar.

Bei den Einzelwerten ragten die in den USA notierten Aktien des finnischen Handy-Herstellers Nokia heraus. Das Unternehmen wittert Morgenluft: Das vierte Quartal verlief besser als erwartet und in der Handy-Sparte erreichten die Finnen wieder die Gewinnzone. Nokia-Scheine sprangen mehr als 18 Prozent in die Höhe. Auch in Helsinki gehörte die Nokia-Aktie zu den stärksten Gewinnern. Sie schloss elf Prozent fester bei 3,32 Euro - dem höchsten Stand seit Mai 2012.

Ebenfalls gefragt waren die Aktien von Ford an der Wall Street. Die Aktie des Autobauers legte 2,7 Prozent zu, nachdem der Konzern seine Quartalsdividende verdoppelt hatte.

Gegen die allgemeine Markttendenz ließen die Dividendenpapiere von Tiffany rund 4,5 Prozent Federn. Der Juwelier hatte zuvor einen enttäuschenden Verlauf für das am 31. Januar endende Geschäftsjahr prognostiziert.

Auf beiden Seiten des Atlantiks fanden sich Aktien vieler Banken auf der Gewinnerseite wieder. Die Citibank stieg um 1,8 Prozent, das Bank-of-America-Papier erhöhte sich um 2,5 Prozent. Die Anteilsscheine von Morgan Stanley verteuerten sich um 3,7 Prozent. Kreisen zufolge will die Großbank weitere Stellen streichen. Deutsche Bank legten 1,2 Prozent zu, Commerzbank standen mit einem Plus von 3,2 Prozent an der Dax-Spitze. Händler verwiesen auf die Verlängerung der Fristen für den Aufbau von Liquiditätsreserven durch den Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht am Wochenende.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 730 Millionen Aktien den Besitzer. 1916 Werte legten zu, 1039 gaben nach und 135 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,75 Milliarden 1439 Aktien im Plus, 1036 im Minus und 102 unverändert.

Quelle: n-tv.de

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