Wirtschaft
(Foto: AP)
Montag, 02. Oktober 2017

Steuerreform treibt die Kurse: Wall Street feiert Rekorde - dank Trump

Die Pläne des Präsidenten beflügeln die Börse: Die von Donald Trump angekündigte Steuerreform sorgt bei Anlegern für Optimismus - und an der Wall Street für Rekordstände. Aber auch die Bluttat von Las Vegas hat ihre Auswirkungen.

Die Hoffnung auf eine Steuerreform in den USA hat zum Wochenbeginn die Wall Street auf Rekordhöhen getrieben. Zum Optimismus trugen auch Konjunkturdaten bei: Die US-Industrie erhöhte im September ihr ohnehin schon kräftiges Wachstum noch einmal.

US-Präsident Donald Trump macht sich für eine Steuerreform stark, nach der für Unternehmen maximal ein Satz von 20 Prozent statt bisher 35 Prozent gelten soll. Anleger seien optimistisch, dass auf dem Gebiet etwas passiere, sagte die Aktienexpertin Nadia Lovell von J.P. Morgan. Zudem hätten bei einer Umsetzung auch Verbraucher mehr Geld in der Tasche, das sie wieder in die Wirtschaft stecken könnten. Trump hat auch vorgeschlagen, die Steuersätze für Privatleute zu senken. Kritiker bemängeln aber eine unzureichende Finanzierung.

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten legte um 0,7 Prozent auf 22.557 Punkte zu. Beim breiter aufgestellten S&P 500 betrug das Plus 0,4 Prozent auf 2529 Zähler, während der Nasdaq um 0,3 Prozent auf 6516 Stellen stieg. Bei allen drei Indizes handelt es sich um Rekordschlussstände. In Frankfurt zeigten sich Anleger vom Katalonien-Konflikt unbeeindruckt: Der Dax stieg um 0,6 Prozent auf 12.902 Punkten und schloss so hoch wie nie und knapp unter seinem Allzeithoch. Mehr dazu lesen Sie im "Börsen-Tag".

Bei den Einzelwerten waren in New York vor allem Technologie- und Pharmaaktien gefragt. So stiegen Papiere von Johnson & Johnson um 0,9 Prozent. Die Pläne von General Motors für Elektroautos versetzten Anleger ebenfalls in Kauflaune. Die Aktien stiegen um 4,4 Prozent. GM kündigte an, in fünf Jahren 20 neue Elektrobetriebene und Brennstoffzellen-Autos auf den Markt zu bringen.

Wegen des Massakers von Las Vegas standen auch Waffenhersteller im Blick: Die Papiere waren wie bei ähnlichen Taten in der Vergangenheit gefragt, weil sich viele Bürger in Erwartung schärferer Gesetze mit Schusswaffen eindecken könnten. Der Mutterkonzern von Smith & Wesson, American Outdoor Brands, legte um 3,2 Prozent zu. Aktien von Sturm Ruger waren 3,5 Prozent im Plus.

Dagegen gaben die Anteilsscheine von Casinobetreibern nach: Die Besitzerin des Hotels Mandalay Bay in Las Vegas, MGM Resorts, musste einen Verlust von 5,6 Prozent verbuchen. Von dort hatte der Attentäter auf die Konzertbesucher gefeuert. Für den Konkurrenten Wynn Resorts ging es um 1,2 Prozent abwärts.

Quelle: n-tv.de

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