Wirtschaft
Die Aktien des Handyherstellers Blackberry stürzen ab und ziehen die US-Technologiewerte mit nach unten.
Die Aktien des Handyherstellers Blackberry stürzen ab und ziehen die US-Technologiewerte mit nach unten.(Foto: picture alliance / dpa)

Blackberry rauscht in den Keller: Wall Street geht die Puste aus

Zum Wochenende schaltet die Wall Street einen Gang runter. Die Anleger nutzen die Erholung der vergangenen Tage für Gewinnmitnahmen, nachdem die Sorgen über ein Ende der ultralockeren US-Geldpolitik in den Hintergrund getreten waren. Belastet wird der Gesamtmarkt auch von schlechten Konjunkturdaten - und Blackberry: Die Aktien stürzen ins Bodenlose.

Die US-Börsen haben zum Wochenschluss keine gemeinsame Richtung gefunden. Während die Blue Chips Verluste hinnehmen mussten, schaffte die Technologiebörse Nasdaq ein hauchdünnes Plus.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 14.909 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 büßte 0,4 Prozent auf 1606 Zähler ein. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging minimal fester bei 3403 Stellen aus dem Handel

Zur Bilanzpflege zum Quartalsende nutzen zahlreiche Anleger die jüngste Kurserholung für Gewinnmitnahmen, nachdem ihnen die US-Notenbank Federal Reserve in den vergangenen Tagen etwas die Ängste vor einem baldigen Ende der lockeren Geldpolitik nehmen konnte.

Zudem erlitt das verarbeitende Gewerbe in der Region Chicago hat im Juni einen heftigen Rücksetzer. Der Verband der Einkaufsmanager in Chicago meldete einen Rückgang des Index der Geschäftstätigkeit auf saisonbereinigt 51,6 Punkte. Das ist der größte Rückgang binnen Monatsfrist seit Oktober 2008. Ökonomen hatten im Vorfeld mit einem geringeren Rückgang gerechnet.

Ein Wert über 50 gilt als Indiz für ein Wachstum, während ein Wert unter 50 auf ein Schrumpfen des verarbeitenden Gewerbes in der Region hindeutet. Der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago wird besonders beobachtet, weil er Rückschlüsse auf den landesweiten Einkaufsmanagerindex zulässt.

Bei den Einzelwerten stand Blackberry im Mittelpunkt. Der kanadische Konzern überraschte die Anleger mit einem Verlustausweis in seinem bis zum 1. Juni laufenden ersten Geschäftsquartal. Am Markt wurde eigentlich ein Überschuss erwartet: Blackberry selbst hatte in Aussicht gestellt, die Gewinnschwelle zu erreichen. Auch im laufenden Vierteljahr befürchtet das Unternehmen rote Zahlen.  Die in New York gehandelten Papiere brachen um rund 26,7 Prozent ein.

Quelle: n-tv.de

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