Wirtschaft
Der Schwung ist noch da. Die Stimmung an der Wall Street bleibt gut.
Der Schwung ist noch da. Die Stimmung an der Wall Street bleibt gut.(Foto: REUTERS)

Gewinnmitnahmen beenden Rally: Wall Street geht die Puste aus

Zum Wochenausklang finden die US-Börsen keine Richtung. Einmal mehr verschiebt der Leitindex sei Allzeithoch. Allerdings fehlt es etwas die Kraft. Die Agenda ist leer. Auch bei den Einzeltitel tut sich wenig.

Die Rekordjagd an der Wall Street hat zum Wochenausklang ein Ende gefunden - zumindest vorerst. Zwar kletterten die wichtigen US-Aktienindizes zunächst abermals auf Rekordstände, dann setzten allerdings Gewinnmitnahmen ein. Zum Ende der Woche fehle es an Impulsen, sagten Händler. Zudem seien Dow und S&P zuletzt von Rekord zu Rekord geeilt, da sei eine Pause nur gesund.

Zu Handelsbeginn hatten die guten US-Arbeitsmarktdaten des Vortages noch etwas Rückenwind verliehen, denn der Rückgang der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung fiel so deutlich wie zuletzt vor 13 Monaten aus.

Der Dow-Jones-Index pendelte um das Schlusskursniveau des Vortages und stagnierte bei 16.478 Punkten, nachdem der Leitindex zuvor bis auf das neue Allzeithoch von 16.529 Zählern geklettert war. Der S&P-500 verlor nach einem weiteren Rekordhoch leicht auf 1844 Zähler, der Nasdaq-Composite nach einem Dreizehnjahreshoch 0,3 Prozent auf 4154 Zähler.

Am Aktienmarkt bewiesen die Titel von Twitter, dass jede Rally einmal zu Ende geht. Erstmals seit fünf Handelstagen fielen die Papiere - und zwar um satte 13 Prozent. Am Vortag war die Aktie auf das Allzeithoch von 74,73 Dollar marschiert. Für den laufenden Monat steht noch immer ein Plus von über 60 Prozent zu Buche. Analysten hatten bereits zuvor gewarnt, dass die Rally fundamental nicht zu rechtfertigen sei.

Die Aktie von General Motors gab mit der Ankündigung einer Rückrufaktion um 1,4 Prozent nach. Der Autobauer muss in China knapp 1,5 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten beordern. Grund sind möglicherweise defekte Halterungen der Benzinpumpe.

Die Titel des Cessna-Herstellers Textron zogen um 1,1 Prozent an, die Gesellschaft will für 1,4 Milliarden Dollar Wettbewerber Beechcraft übernehmen.

Die Anteilsscheine von Delta Air Lines gaben 3 Prozent ab. Aufgrund einer Rechnerpanne wurden Flugscheine günstiger als geplant verkauft.

Quelle: n-tv.de

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