Wirtschaft
Das wäre doch gelacht !?! Die Wall Street tut sich weiter schwer mit den 17.000.
Das wäre doch gelacht !?! Die Wall Street tut sich weiter schwer mit den 17.000.(Foto: imago/UPI Photo)

Noch 30 Punkte bis 17K: Wall Street hat Angst vor dem Sprung

Überraschend gute Arbeitsmarktdaten elektrisierten die Börsianer an der Wall Street. Sie wollten es wissen und den Dow Jones erstmals über 17.000 Punkte treiben. Doch Fed-Chefin Janet Yellen bremste die Euphorie etwas.

Überraschend starke Arbeitsmarktdaten haben am Mittwoch die US-Börsen gestützt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 0,1 Prozent auf 16.976,24 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 stieg ebenfalls 0,1 Prozent auf 1974,62 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte kaum verändert bei 4457,7341 Punkte. Damit fielen die Pluszeichen deutlich kleiner aus, als Börsianer nach den jüngsten Arbeitsmarktdaten erwartet hatten.

Denn der Arbeitsmarktbericht des privaten Dienstleisters ADP wies für Juni einen überraschend deutlichen Beschäftigungsaufbau aus. Im Privatsektor entstanden demnach 281.000 Stellen, während Volkswirte ein Plus von lediglich 210.000 erwartet hatten. Die Daten dürften einen ersten Vorgeschmack auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung geben. Seine Veröffentlichung wird auf Donnerstag vorgezogen, weil die US-Börsen am Freitag wegen des Unabhängigkeitstags geschlossen bleiben.

Nach den Äußerungen von US-Notenbankchefin Janet Yellen beim Internationalen Währungsfonds (IWF) blieben die Anleger zurückhaltend. Die Geld- und Zinspolitik sei kein geeignetes Instrument zur Stabilisierung der Finanzmärkte, sagte Yellen. "Die Geldpolitik hat enge Grenzen, um Finanzstabilität zu gewährleisten." Die Zinspolitik solle nicht wegen Stabilitätsrisiken geändert werden. Zinserhöhungen seien ein sehr grobes Instrument. Zuletzt war Yellen sehr darum bemüht, die Zinserwartungen des Marktes niedrig zu halten.

Sorge um JPMorgan-Chef Jamie Dimon

Bei den Einzelwerten gaben die Aktien von T-Mobile US um rund 0,2 Prozent nach. Die US-Wettbewerbsbehörde FTC hat die Telekom-Tochter wegen des Verdachts auf Kundenbetrug vor einem Bundesgericht verklagt. Die Klage könnte T-Mobile US deutlich schaden, urteilte Equinet-Analyst Adrian Pehl. Zudem könnten die Anschuldigungen laut Pehl den sich anbahnenden Deal mit Sprint gefährden. Das amerikanische Mobilfunkunternehmen will die Telekom-Tochter übernehmen, um den Platzhirschen AT&T und Verizon Paroli zu bieten.

Gefragt waren die Aktien von Tyson Foods mit einem Kursaufschlag von 2,9 Prozent. Der Fleischverarbeiter erwirbt für 8,55 Milliarden Dollar den Fertiggerichtproduzenten Hillshire Brands. Die Anteilsscheine von JPMorgan ließen dagegen rund 1,0 Prozent Federn. Der Chef des Geldhauses, Jamie Dimon, ist an Kehlkopfkrebs erkrankt. Der Top-Manager der größten US-Bank, einer der prominentesten Köpfe der Wall Street, machte die Diagnose in einer Mitteilung an die Mitarbeiter öffentlich.

Quelle: n-tv.de

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