Wirtschaft
(Foto: AP)

Gewinne in New York: Wall Street klettert weiter

Wenn die künftige Chefin der US-Notenbank spricht, hören Investoren weltweit zu. Und ihnen gefällt offenbar, was Janet Yellen zu sagen hat. An der US-Börse dominieren die grünen Vorzeichen. Ansonsten machen Star-Investoren die Kurse.

Janet Yellen tut der Wall Street gut. Bereits den dritten Tag in Folge hat sie die US-Börsen zu neuen Rekorden gestrieben. Gut kam bei den Anlegern am Freitag weiter an, dass die künftige Fed-Präsidentin die ultralockere Geldpolitik der Notenbank verteidigt und bei den Anleihekäufen so schnell nicht den Fuß vom Gas nehmen will. Auch der schwach ausgefallene Empire-State-Index und enttäuschende Daten zur Industrieproduktion konnten die anhaltende Euphorie der Anleger nicht wesentlich bremsen.

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,5 Prozent auf 15.962 Punkte, und der S&P-500 um 0,4 Prozent auf 1.798 Punkte. Beide Indizes erreichten damit erneut Höchststände, während der Nasdaq-Composite mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 3.986 Punkte schloss.

Neuling Zulily geht durch die Decke

Einen grandiosen Börsenstart legten die Aktien von Zulily hin. Die Papiere des auf Produkte für Mütter und Kinder spezialisierten Onlinehändlers schnellten am ersten Handelstag um satte 71 Prozent in die Höhe. Gefragt waren zudem die Papiere von Exxon Mobil mit einem Plus von 2,2 Prozent, nachdem am späten Donnerstag bekannt wurde, dass die Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway von Warren Buffett während des dritten Quartals für 3,5 Milliarden Dollar Exxon-Aktien gekauft hatte. Auch bei FedEx sorgte der Einstieg von Investoren für Gewinne. George Soros, John Paulson und Dan Loeb haben Anteile an dem Paketdienstleister gekauft. Die Aktie stieg daraufhin um 1,6 Prozent.

Unter Abgabedruck standen dagegen die Aktien von Apple. Nachdem der Marktanteil des iPhones im dritten Quartal auf 12,1 Prozent von zuvor 14,3 Prozent gesunken war, verloren die Anteile 0,6 Prozent. Die Aktien von Applied Materials büßten 0,2 Prozent ein. Für Belastung sorgte vor allem der enttäuschende Ausblick des Unternehmens.

Der Euro bekam nach den schwachen Daten zur Industrieproduktion einen Schub und kletterte zwischenzeitlich über 1,35 Dollar. Teilnehmer führten als Grund schwache US-Konjunkturdaten an. So fiel der Empire State Index der Fed von New York im November auf minus 2,21 von 1,52 im Oktober. Experten hatten mit plus 5,00 gerechnet. Auch Daten zur Industrieproduktion enttäuschten. Statt des erwarteten Anstiegs um 0,2 Prozent fielen sie im Oktober um 0,1 Prozent. Zuletzt kostete der Euro 1,3494 Dollar, im Tagestief stand er bei 1,3432 Dollar.

Anleihen lassen etwas Luft

Der Goldpreis zeigte sich mit den Aussichten auf eine weiter lockere Geldpolitik gestützt. Nach einem zwischenzeitlichen Schwächeanfall legte die Feinunze zum Settlement um 0,1 Prozent auf 1.287 Dollar zu.

Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI stieg zum Settlement um 0,1 Prozent auf 93,84 Dollar. Für etwas Unterstützung sorgten Anzeichen auf eine anziehende Ölverarbeitung der US-Raffinerien.

Mit den Notierungen der Anleihen ging es nach der "Yellen-Rally" vom Vortag wieder etwas abwärts. Die Hoffnung auf Anleihekäufe über einen noch langen Zeitraum hatte die Papiere gestützt, nun gaben sie einen Teil der Gewinne wieder ab. Die Rendite der zehnjährigen Treasurys stieg demzufolge um einen Basispunkt auf 2,71 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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