Wirtschaft
Neue Wasserstandsmeldungen von der US-Konjunktur.
Neue Wasserstandsmeldungen von der US-Konjunktur.(Foto: picture alliance / dpa)

Neue Rekordstände: Wall Street lässt sich antreiben

Die US-Börsen haben einen Lauf. Im Fokus stehen frische Konjunkturdaten und der Ukraine-Gipfel. Bei den Einzelwerten gibt es Neues von Amazon. Daneben sorgen gute Konjunkturdaten für Auftrieb.

Die US-Börsen haben ihren Aufwärtstrend forgesetzt. Allerdings fielen die Gewinner geringer aus als zu Wochenbeginn. Letztlich gewann der Dow-Jones-Index der Standardwerte 0,2 Prozent auf 17.106 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 stieg 0,1 Prozent auf 2000 Zähler und markierte damit ein neues Schlusshoch. Beide Indizes markierten ferner neue Verlaufshochs - auf 17.0154 sowie 2005 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 0,3 Prozent auf 4570 Punkte vor.

Freundliche Konjunkturdaten schoben den Markt an. Auf einen deutlichen Satz beim Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter weit über Markterwartung folgte ein ebenfalls starker Index des Verbrauchervertrauens. Lediglich der Case-Shiller-Hauspreisindex für Juni verfehlte die Prognosen hauchdünn. Allerdings zeigt ein zweiter Blick auf die Auftragseingänge, dass die lebhaften Bestellungen in der zivilen Luftfahrt - sprich vor allem bei Boeing - die Daten etwas verzerren.

Störfeuer in nächster Zeit könnten vor allem von den weltpolitischen Krisenherden kommen. In Minsk trafen sich die Präsidenten Russlands und der Ukraine, während sich Meldungen über eine direkte Konfrontation beider Staaten im Krisengebiet häuften. Putin hat bei dem Treffen die Ukraine unter Druck gesetzt, kein Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union zu unterzeichnen. Sorgen bereiten auch die Kämpfe im Irak und Syrien, wo der sogenannte "Islamische Staat" ein Terrorregime errichtet hat. In Gaza stehen dagegen die Signale eher auf Entspannung.

Daneben spielten Quartalszahlen und Übernahmen die Hintergrundmusik. Die nun bestätigte Übernahme der kanadischen Kaffeehauskette Tim Hortons durch Burger King macht weiter Schlagzeilen, auch wegen der vermeintlichen Steuerflucht des Schnellrestaurantbetreibers. Der erhält bei der Transaktion finanzielle Schützenhilfe durch Investorenlegende Warren Buffett und dessen Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway. Der Aktienkurs von Burger King drehte aber nach den kräftigen Gewinnen vom Vortag 4,3 Prozent ins Minus.

Best Buy hat im zweiten Quartal das Ergebnis überraschend gesteigert. Der Umsatz blieb aber rückläufig, was die Aktie 6,8 Prozent drückte.

Pfizer und Merck haben eine Partnerschaft für eine mögliche Lungenkrebsbehandlung vereinbart. Für die beiden Aktien ging es um 1 Prozent und 0,8 Prozent nach oben.

Die Citigroup muss eine Zahlung von 2,5 Milliarden Dollar an Strafe und Entschädigung leisten, unter anderem, weil Kunden nicht die günstigsten Preise geboten wurden. Offenbar waren die Börsianer erleichtert und schickten die Aktie ein Prozent nach oben.

Die Google-Aktie verlor 0,5 Prozent. Der Technologiekonzern hat das auf digitale Spezialeffekte und Videos spezialisierte Startup Zync übernommen. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Google greift damit auch das Cloud-Geschäft von Amazon an, deren Aktie indes 2,4 Prozent zulegte. Amazon verstärkt sich seinerseits mit dem Internetvideokanal Twitch Interactive für knapp eine Milliarde Dollar.

Quelle: n-tv.de

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