Wirtschaft
Ab ins Wochenende!
Ab ins Wochenende!(Foto: REUTERS)

Großfusion platzt: Wall Street rettet sich ins Wochenende

Übernahmen sind das bestimmende Thema zum Ausklang der Handelswoche an der New Yorker Börse. So soll Apple etwa am größten Zukauf seiner Unternehmensgeschichte basteln. Im Werbemarkt wird dagegen ein M&A-Plan gekippt.

Teure Übernahmepläne von Apple haben zum Wochenschluss für Debatten an der Wall Street gesorgt. Die Investoren reagierten skeptisch auf durchgesickerte Informationen, wonach der iPhone-Konzern 3,2 Milliarden Dollar für den Kopfhörer-Hersteller Beats Electronics ausgeben will. Die Akquisition der vom Hip-Hop-Star Dr. Dre und dem Musik-Produzenten Jimmy Iovine gegründeten Firma wäre der größte Zukauf von Apple überhaupt.

Die Apple-Aktie sank um 0,4 Prozent. Einige Analysten warfen die Frage auf, ob Beats den hohen Preis wert ist. "Mich interessieren nicht die drei Milliarden Dollar, die Apple verliert", sagte Kim Forrest von Fort Pitt Capital Group. "Was mich interessiert, ist die Bewertung, die sie für dieses kleine Unternehmen ansetzen. Das ist das Problematische."

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent fester bei 16.583 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann ebenfalls rund 0,2 Prozent auf 1878 Stellen, der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte 0,5 Prozent auf 4071 Zähler. In Frankfurt schloss der Dax 0,3 Prozent tiefer mit 9581,45 Punkten.

Aus der Mode

An den US-Aktienmärkten legte die Papiere des Werbekonzerns Omnicom um 2,2 Prozent zu. Die geplante 35 Milliarden Dollar schwere Fusion mit dem französischen Rivalen Publicis zum neuen Weltmarktführer ist geplatzt. Den Omnicom-Anlegern winkt nun eine höhere Dividende.

Auch die Berichtssaison hatte nicht mehr viel an Impulsen zu bieten. Eine der wenigen Ausnahmen bildete die Aktie von Gap. Der Bekleidungseinzelhändler überraschte mit einem Umsatzwachstum über Markterwartung und einem äußerst positiven Ausblick: plus 3,2 Prozent für die Aktie.

Die Titel des Luxusmodeherstellers Ralph Lauren gaben mehr als 2 Prozent nach. Das Unternehmen will mit mehr eigenen Läden unabhängiger von Kaufhausketten werden und nimmt dafür eine geringere Gewinnmarge in Kauf. Außerdem soll der langjährige Unternehmenschef Roger Farah seinen Posten Ende Mai aufgeben.

Rocket Fuel brachen - belastet von einem schwachen Ausblick - 21,5 Prozent ein.

Quelle: n-tv.de

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