Wirtschaft
(Foto: dpa)

Intel, Morgan Stanley, GE: Wall Street schließt etwas unentschlossen

Auf die Anleger prasseln zum Wochenschluss noch einmal etliche Unternehmenszahlen ein. Intel wird für einen schwachen Konzernausblick abgestraft. Insgesamt überwiegen aber die guten Nachrichten.

An Wall Street hat es zum Wochenschluss keine klare Tendenz gegeben. Die wichtigen Indizes liefen in unterschiedliche Richtungen. Unter den großen Vier der Berichtsunternehmen - Intel, American Express, Morgan Stanley und General Electric - lieferten zwei positive Überraschungen und zwei Enttäuschungen. Ähnlich durchwachsen war auch das Bild bei den neuen Konjunkturdaten.

Am breiten Markt überwogen die Verkäufe. Chris Bouffard, CIO von Mutual Fund Store, sagte, eine kleine Konsolidierung sei nicht überraschend. Die Märkte hätten im vergangenen Jahr schon sehr viel an Wachstum eingepreist. Nun müssten die neuen gemischten Daten erst einmal verdaut werden. Er erinnerte auch nochmals an die mauen Jobdaten vom vergangenen Freitag.

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,3 Prozent auf 16.459 Punkte. Der S&P-500 verlor 0,4 Prozent. Der Nasdaq-Composite gab um 0,5 Prozent ab.

Zahlen machen Daten

Zu den negativen "Ausreißern" gehörte die Intel-Aktie. Das Unternehmen hat zwar im vergangenen Jahr mehr verdient, traut sich aber auf der Umsatzseite in diesem Jahr weniger zu, als der Markt erwartet hatte. Für die Aktie ging es 2,6 Prozent abwärts.

Freundlicher sah es in der Finanzbranche aus. So bot Morgan Stanley Anlass zu Optimismus. Zwar haben Rechtskosten der Bank das Ergebnis im Schlussquartal verhagelt, doch hat sie immer noch mehr eingenommen und verdient als erwartet. Das verhalf der Aktie zu einem kräftigen Kursplus von 4,4 Prozent.

Auch die Zahlen von American Express wurden sehr gut aufgenommen. Die Kreditkartenbesitzer haben weiter fleißig eingekauft und dem Kreditkartenriese American Express im vierten Quartal abermals einen Gewinnsprung beschert. Die Aktie gewann 3,6 Prozent und zog die Visa-Aktie gleich mit hoch und zwar um 4,7 Prozent.

Konjunkturdaten eher im Hintergrund

Der Mischkonzern General Electric hat mit dem Ergebnis je Aktie die Erwartungen "nur" erfüllt, während der Umsatz leicht über der Konsensschätzung der Analysten lag. Das Unternehmen wird in diesem Jahr aber voraussichtlich eine geringere Dividende von seiner Finanzsparte erhalten. Das drückte die Aktie um 2,3 Prozent.

Schlechte Nachrichten kamen von United Parcel Service (UPS). Der Logistikriese musste seine Ziele für das abgelaufene Jahr zurückschrauben. Der Ansturm im Weihnachtsgeschäft war so stark, dass UPS die Termine nicht einhalten konnte. Für die Aktie ging es 0,6 Prozent abwärts.

Die Fülle an Unternehmensbilanzen drängte die Konjunkturdaten des Tages etwas in den Hintergrund. Die Immobilien-Daten für Dezember enthielten Licht und Schatten. Die Baubeginne sanken nicht so stark wie befürchtet, allerdings wurden weniger Genehmigungen erteilt als prognostiziert. Der Index der Uni Michigan fiel überraschend schwach aus. Keine Überraschung gab es hingegen bei der Industrieproduktion.

Quelle: n-tv.de

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