Wirtschaft
Erst das Warten auf Fed-Chef Bernanke, dann das Augenmerk auf die Kursreaktionen.
Erst das Warten auf Fed-Chef Bernanke, dann das Augenmerk auf die Kursreaktionen.(Foto: AP)

Bernanke interessiert mehr als Zypern: Wall Street schließt fester

Die Wall Street kümmert sich um sich. Zypern ist für die US-Anleger momentan nur ein Randthema in Übersee. Die Notierungen der Leitindizes klettern, auch weil Notenbank-Chef Bernanke den geldpolitisch lockeren Kurs der Fed fortsetzt. Zudem lassen mehrere Einzelwerte positiv aufhorchen.

Die US-Börsen in New York haben ihre Gewinne nach der Zinsentscheidung der Notenbank am Mittwoch ausgebaut. Trotz einer leichten Verbesserungen am Arbeitsmarkt hält die Fed ihren Leitzins mit null bis 0,25 Prozent auf rekordniedrigem Niveau. Wie an den Finanzmärkten erwartet, sollen auch die Aufkäufe von Immobilien- und Staatsanleihen fortgesetzt werden, bis sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt substanziell gebessert hat.

"Wir hatten eine volatile Woche. Es war nicht zu erwarten, dass die Fed für allzu viel Unruhe sorgen würde", bewertete Paul Zemsky von ING Investment Management in New York die Entscheidung der Notenbank. "Es wäre zu destabilisierend in einer Zeit gewesen, in der es gerade einen destabilisierenden Europa-Effekt gab", sagte er mit Blick auf die Zypern-Krise.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 14.512 Punkten. der Index pendelte dabei zwischen 14.455 und 14.546 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 stieg 0,7 Prozent auf 1559 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,8 Prozent auf 3254 Punkte zu. Der Dax war in Frankfurt mit einem Plus von 0,7 Prozent bei 8002 Punkten aus dem Handel gegangen.

Von FedEx bis Blackberry

Bei den Einzelwerten stand der Paketzusteller FedEx im Mittelpunkt. Die Aktie gab 6,9 Prozent nach. Der Gewinn war im 3. Geschäftsquartal wegen eines Einbruchs im Luftfracht-Geschäft und hohen Restrukturierungskosten um 31 Prozent gefallen.

Zu den Gewinnern gehörten die Bankenwerte wie die Anteilscheine von Citigroup und Goldman Sachs. Sie legten 0,7 beziehungsweise 0,9 Prozent zu.

Yahoo-Aktien verloren dagegen 0,3 Prozent. Das Internetunternehmen erwägt einem Medienbericht zufolge, die Online-Video-Plattform Dailymotion zu kaufen. Das Unternehmen wird mit rund 300 Mio. Dollar bewertet. Es wäre der größte Zukauf des früheren Internet-Pioniers seitdem Ex-Google-Managerin Marissa Mayer den Konzern leitet. 

Die Papiere des Software-Spezialisten Adobe kletterten um 4,2 Prozent und waren damit zweitbester Titel im Nasdaq 100. Das Unternehmen übertraf mit seinen Zahlen zum ersten Geschäftsquartal die Erwartungen der Analysten. D

ie Aktien von Blackberry verteuerten sich um 6,5 Prozent nach einem positiven Analystenkommentar.

Quelle: n-tv.de

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